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Transkripte der Jugendverbandsstudie. Zur kompensatorischen Bedeutung von Jugendverbänden als Bildungsorte

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DataCite Commons2023-02-02 更新2025-04-16 收录
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Dieses Datenset beinhaltet die anonymisierten Transkripte der Interviews, welche innerhalb des Jugendverbandsprojekts geführt wurden.<br> <br> <strong>Projektbeschreibung</strong> Familie, Schule, Medien und Peers sind oft Gegenstand der Ungleichheitsforschung. Doch auch die scheinbare sozialisatorische Nische ‚Jugendverband‘ zeigt sich bei näherem Hinsehen als breites Feld: Jugendverbände organisieren über 40% der Jugendlichen in Deutschland und 22% der Jugendlichen übernehmen ein Ehrenamt. Jugendverbände stellen einen bedeutsamen Teil non-formaler Bildungssettings dar. Die Engagementforschung zeigt, dass in non-formalen Settings umfangreiche Kompetenzen erworben werden können, die auch Auswirkungen auf den formalen Bildungsverlauf haben. Auch wenn Jugendverbände formal allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gleichermaßen zugänglich sind, werden sie ungleich genutzt und reproduzieren so auch soziale Ungleichheit – eine nur formale Gleichheit bei informeller Ungleichheit. Offen ist allerdings, wie diese Ein- und Ausschließungsprozesse verlaufen. Unsere These ist, dass es ‚verbandstypische Orientierungen‘ gibt, die bestimmten sozialen Gruppen näher stehen und wodurch andere Gruppen tendenziell ausgeschlossen werden. Diese sollen in einem ersten Schritt anhand von unterschiedlichen Jugendverbänden herausgearbeitet werden. Des Weiteren besteht die Annahme, dass ältere Jugendliche und Erwachsene in Jugendverbänden ähnliche Einflüsse auf die Einübung und Einführung in bestimmte Verhaltensweisen und Werteorientierungen haben können wie das Elternhaus. Demnach würden Jugendliche profitieren von Erwachsenen, die unbemerkt und oft unabsichtlich als ‚Zieh-Eltern‘ in ihr Leben treten. Uns interessiert hierbei, inwiefern solche intergenerationalen Beziehungen eine wichtige Rolle beim Gelingen untypischer Bildungsverläufe trotz ‚riskanter‘ Ausgangslage spielen können. Jugendverbände könnten demnach einen Beitrag dazu leisten, die kulturelle Distanz zwischen Herkunftsfamilie und formellem Bildungswesen zu verringern und damit einen Rahmen darstellen, in dem speziell Jugendliche aus „schulbildungsfernen“ Milieus die Möglichkeit erhalten, einen stärker „schulbildungsaffinen Habitus“ zu erwerben und einzuüben, der ihnen also im formalen Bildungswesen zu „Erfolg“ verhilft. Unsere Fragestellung zielt damit einerseits darauf, Selektionsprozesse in Jugendverbänden nachzuvollziehen und zu erklären und andererseits zu fragen, inwiefern Jugendverbände kompensatorisch zu Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe beitragen (können). <strong>Forschungsdesign</strong> Mit der Methode der Gruppenwerkstatt, einem erweiterten Gruppendiskussionsverfahren, erheben wir die ‚verbandstypischen Orientierungen‘ kontrastiv ausgewählter Jugendverbände. Diese Werkstätten mit in Verbänden engagierten Jugendlichen werden transkribiert und anschließend habitushermeneutisch ausgewertet. In einer weiteren Untersuchungsphase sollen mit Hilfe von Interviews die Förderbeziehungen innerhalb dieser Verbände untersucht werden. <strong>Sample</strong> Jugendverbände aus folgenden Bereichen sollen Berücksichtigung finden: Pfadfinderinnen und Pfadfinder Jugendverband aus der Arbeiter-Tradition Jugendverband einer Hilfsorganisation Jugendverband aus einer ländlich-bäuerischen Tradition Fußballfanclub (Jugendliche in einem Zusammenschluss ohne ausgeprägte Verbandsstruktur) <strong>Projektleitung</strong> Prof. Dr. Anke Grotlüschen (Standort Hamburg)<br> Prof. Dr. Helmut Bremer (Standort Duisburg-Essen) <strong>MitarbeiterInnen</strong> Dr. Wibke Riekmann, Alf-Tomas Epstein (Standort Hamburg)<br> Mark Kleemann-Göhring (Standort Duisburg-Essen) <strong>Laufzeit</strong> September 2012 bis August 2015 <strong>Partner</strong> Universität Duisburg-Essen Jugendverbandsstudie: Fakultät Erziehungswissenschaft: Universität Hamburg<br> <br> Veröffentlicht sind eine Reihe von Teilaspekten der Befunde (Bremer &amp;amp; Kleemann-Göhring, 2015; Epstein, 2015a, 2015b; Grotlüschen, 2017; Grotlüschen &amp;amp; Epstein, 2014; Kleemann-Göhring &amp;amp; Epstein, 2016)

本数据集包含某青年社团项目中开展的匿名访谈转录文本。<br> <br> <strong>项目描述</strong> 家庭、学校、媒体与同辈群体常为不平等研究的探讨对象。而看似处于社会教育边缘的"青年社团",经深入审视后可见其实为一片广阔领域:在德国,青年社团覆盖超40%的青少年,且22%的青少年会在此参与志愿工作。青年社团是非正式教育场景的重要组成部分。志愿活动研究表明,非正式场景可助力个体习得丰富能力,且这些能力会对正规教育历程产生影响。尽管青年社团形式上对所有青少年与青年群体平等开放,但其实际参与情况并不均衡,进而再生产出社会不平等——即仅具备形式上的平等,却存在实质的非平等性。不过,此类准入与排斥的具体过程仍有待厘清。我们的核心论点是,存在"社团典型导向",此类导向与特定社会群体更为契合,并会对其他群体产生隐性排斥。本研究第一步将依托不同类型的青年社团对这类导向展开探究。此外,另有假设认为,青年社团内的年长成员与成年成员,可在规范行为与价值观的养成与灌输方面,发挥类似原生家庭的影响作用。据此,青少年将从那些在其成长中于无形间扮演"替代父母"角色的成年群体中获益。我们关注的重点在于,此类代际关系,在青少年虽身处"高风险"初始处境却能实现非典型教育历程的过程中,能否发挥关键作用。据此,青年社团或可助力缩小原生家庭与正规教育体系之间的文化鸿沟,并由此构建起这样一种环境:让来自"远离学校教育"阶层的青少年,有机会习得并践行更"契合学校教育的惯习(Habitus)",从而助力其在正规教育体系中取得"成功"。本研究的问题导向一方面旨在厘清并阐释青年社团内的筛选过程,另一方面则旨在探究青年社团能否对实现机会公平与社会参与起到补偿性作用。<br> <br> <strong>研究设计</strong> 我们采用团体工作坊法——一种改进后的团体讨论程序——对经对比选取的不同青年社团的"社团典型导向"展开研究。我们将对参与社团活动的青少年开展的此类工作坊进行转录,随后采用惯习诠释学方法进行分析。在后续研究阶段,我们将借助访谈探究此类社团内部的扶持性关系。<br> <br> <strong>样本</strong> 以下领域的青年社团将纳入研究范围:<br> 1. 童军(德国童军组织)<br> 2. 源自工人阶级传统的青年社团<br> 3. 公益组织下属的青年社团<br> 4. 源自乡村-农民传统的青年社团<br> 5. 足球球迷俱乐部(无明确社团结构的青少年联合体)<br> <br> <strong>项目负责人</strong> 安克·格特吕申(Anke Grotlüschen)教授(汉堡校区)<br> 赫尔穆特·布雷默(Helmut Bremer)教授(杜伊斯堡-埃森校区)<br> <br> <strong>研究人员</strong> 维布克·里克曼(Wibke Riekmann)博士、阿尔夫-托马斯·爱泼斯坦(Alf-Tomas Epstein)(汉堡校区)<br> 马克·克莱曼-戈林(Mark Kleemann-Göhring)(杜伊斯堡-埃森校区)<br> <br> <strong>项目周期</strong> 2012年9月至2015年8月<br> <br> <strong>合作机构</strong> 杜伊斯堡-埃森大学;青年社团研究:汉堡大学教育学院<br> <br> 已有多项研究成果发表(Bremer & Kleemann-Göhring, 2015; Epstein, 2015a, 2015b; Grotlüschen, 2017; Grotlüschen & Epstein, 2014; Kleemann-Göhring & Epstein, 2016)
提供机构:
Universität Hamburg
创建时间:
2022-12-13
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