PSYNDEX Tests Review für MOA 7.0 - Meaningful Occupation Assessment - Version 7.0
收藏PsychArchives2025-08-07 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/16455
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资源简介:
This is a PSYNDEX Tests Review of MOA 7.0 - Meaningful Occupation Assessment - Version 7.0. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu MOA 7.0 - Meaningful Occupation Assessment - Version 7.0. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: Das Meaningful Occupation Assessment (MOA) ermöglicht eine theoretisch fundierte und valide Erfassung von gesundheitsfördernden und -erhaltenden (konsistenten) Persönlichkeitseigenschaften (Trait) sowie zustands- und situationsabhängigen (inkonsistenten) Merkmalen (State), die bei einer dysfunktionalen Ausprägung eine chronische Stresssymptomatik darstellen bzw. assoziierte Merkmale eines Burnout-Prozesses abbilden. Die erfassten Dimensionen des MOA sind: (1) Sinndimension in der Arbeit und Vorhandensein einer möglichen noetiven Dissonanz, Kohärenzgefühl, (2) bio-psycho-soziale Belastungen, (3) Burnout-Screening, (4) Intrapsychische Stressvulnerabilität (Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster), (5) physische Beschwerde-Symptome als mögliche Hinweise für somatoforme Störungen. Die systematische Erfassung persönlichkeitsspezifischer und arbeitsbezogener Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster und der zugrundeliegenden internalisierten Wertehaltungen ermöglicht eine Quantifizierung essentiellerIndikatoren psychischer Gesundheit im Arbeits- und Lebenskontext, wobei das Sinnkonstrukt nach Frankl das zentral vorherrschende Element ist. Als Anwendungskontexte kommen in Frage die Arbeitspsychologie, Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie, betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsprävention, Unternehmensberatung, Persönlichkeitscoaching und Forschung. Aufbau: Der Test umfasst fünf theoretisch begründete und faktorenanalytisch untermauerte Dimensionen mit jeweils dazugehörigen spezifischen Subskalen zur weiteren Differenzierung der erfassten individualdiagnostischen Merkmale und Verhaltensmuster. Die 206 Items sind auf einer vierstufigen Likert-Skala zu beantworten. Zusätzlich werden 20 soziodemografische Fragen gestellt. Dimension (1) misst die Sinnebene (intrinsische Motivation) in der Arbeit, die extrinsische Motivation, den Ausprägungsgrad einer noetiven Dissonanz und den Ausprägungsgrad salutogener Potenziale im Arbeits- und Privatbereich. Dimension (2) erfasst die bio-psycho-soziale Belastung/Beanspruchung im Arbeitsumfeld. Dimension (3) misst assoziierte Merkmale eines Burnout-Prozesses. Dimension (4) erfasst die inter- und intrapsychische determinierte Stressvulnerabilität (biografisch bedingte Stress und Burnout fördernde Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster). Teil (5) erfasst physische Beschwerdesymptome, die je nach Häufigkeit undIntensität Rückschlüsse auf mögliche somatoforme Störungen zulassen. Grundlagen und Konstruktion: Der Aufbau und die Inhalte des MOA orientieren sich an theoretischen Grundlagen nach Frankl (1955, 1979, 1987, 1990, 1993), Berne (1967, 1970) und Antonovsky (1997) sowie an klinisch-diagnostischen Leitlinien des ICD-10 (Dilling et a., 1999) und empirischen Ergebnissen und Bedürfnissen in der Arbeitspsychologie und der betrieblichen Gesundheitsförderung (Graf & Grote, 2003). Die auf Frankl zugrundeliegende Axiomatik und darauf aufbauende Fragebogenkonstruktion beschreibt inhaltlich und empirisch den Zusammenhang zwischen Psycho-Physikum (Leib, Psyche) und noetischer Dimension, die bei einer inadäquaten Bearbeitung und Integration in dysfunktionalen Verhaltensweisen Ausdruck finden. Begleitend dazu ergibt sich eine klare Beziehung mit der jeweiligen Umweltsituation und einhergehenden Belastungen, die auch in der aktuellen Stress-bzw. Resilienzforschung und Psychosomatik definiert werden. Mit dem vorliegenden Ansatz und Inhalten erfolgt eine gut passende Integration der einzelnenKonstrukte, indem Mensch und Umwelt in einem ganzheitlichen Menschenbild integriert werden. Bei einer inadäquaten Integration können Dysfunktionen (Beschwerden, Burnout-Symptomatik) erklärt werden, die ihrerseits wieder dynamisch auf das Psycho-Physikum einwirken, d. h. die wechselseitigen Abhängigkeiten der empirisch und inhaltlichen Faktoren können inhaltlich klar und auch kausal hergeleitet werden. Ursache und Wirkung (State, Trait) stehen im ständigen Austausch (psycho-physischer Parallelismus), wobei das Entscheidende darin liegt, welche Antwort ein Individuum auf die jeweilige Situation gibt. Der zugrundeliegende Itempool wurde von Psycholog(inn)en und Psychotherapeut(inn)en auf Basis theoretischer und statistischer Grundlagen mit Hilfe von geschlossenen Fragen auf einer verbalen vierstufigen Ratingskala gebildet und nach Richtlinien der Klassischen Testtheorie seit 2000 kontinuierlich überarbeitet. Das MOA-Testverfahren erfasst sinnrelevante (in)konsistente Merkmale der Personund Situation im beruflichen Kontext. Neben krankmachenden Bedingungen stehen v. a. Resilienz-fördernde Faktoren im Vordergrund, um durch psychologisch-psychotherapeutische Interventionen gesundheitsgefährdende Eigenlogiken (Ciompi, 1982), Muster und Arbeitsstile rechtzeitig abzubauen und/oder Arbeitsbedingungen sinn- und gesundheitsfördernd umzugestalten. Eine Hauptkomponentenanalyse der MOA-Skalen (siehe Tabelle 4) klärt 85.5% der Varianz auf. Dabei kommt empirisch ein latenter g-Faktor zum Vorschein (Sinnebene bzw. Menschenbild), der auf allen Skalen/Dimensionen hoch lädt. Der ganzheitliche g-Faktor ist das Ergebnis der Interaktion von Trait-State-Anteilen (Persönlichkeit) mit der Umwelt, die insbesondere auf der Sinnebene Ausdruck findet (72% Varianzaufklärung; siehe Tabelle 4) und die wechselseitige Abhängigkeit der erfassten Skalen gut widerspiegelt. Davon strukturell differenzierbar (siehe rotierte Komponentenmatrix) sind Trait-Anteile der Persönlichkeit (F2: IS, 12.5%) undState-Anteile (F3: Somatoforme Störungen; 9.5%). Die Sinnebene (noetische Dimension; F1) steht im Wechselspiel mit trait-ähnlichen Merkmalen des Psycho-Physikums (F2) und situativen, state-ähnlichen Merkmalen (Beschwerden; F3), welche alle rekursiv-interdependent zueinander in Beziehung stehen. Anhand der MOA-Testergebnisse entsteht ein individuelles Abbild, das die Seinsebenen des physischen, psychischen und noetischen und seine Antworten auf die eigene Lebenssituation und Umwelt differenziert beschreibt. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Bei den MOA-Dimensionen und dazugehörigen Subkomponenten handelt es sich um Likert-Skalen. Itemanalysen zeigen mittlere Itemschwierigkeiten mit ausreichend breiten Streuungen des Antwortverhaltens (1.5 +/- 0.8) bzw. zufriedenstellenden Verteilungskennwerten (Kurtosis und Schiefe zwischen -1 und +1). Die vier Antwortkategorien ("stimmt voll und ganz", "stimmt eher", "stimmt eher nicht", "stimmt gar nicht") bei den 206 Einzelfragen werden auf einen numerischen Wertebereich von null bis drei kodiert. Anschließend erfolgt eine Mittelung inhaltlich homogener Fragen in die einzelnen Subskalen der fünf annähernd normal verteilten MOA-Dimensionen. Die Items zeigen zufriedenstellende Trennschärfen (mittlere Trennschärfe rit = .64; Range: rit = .34-.82) mit den Subskalen bzw. Skalenwert-Korrelationen mit den MOA-Dimensionen (im Durchschnitt ca. r = .70 [r = .54-.89]). Reliabilität: Die Reliabilitätskoeffizienten bzw. die interne Konsistenz einzelner Subskalen und Dimensionen fallen ausreichend hoch bewertet aus (Cronbachs Alpha >.80; siehe Tabelle 7), wobei auch eine ausreichende zeitliche Stabilität der erfassten Merkmale gewährleistet ist (rtt > .50; Zeitintervall: 6-12 Monate). Validität: Die Bildung der Subskalen und Dimensionen kann neben inhaltlichen Überlegungen durch die getroffenen Modellannahmen (Itemcharakteristik) und die Item-Skalenwert-Korrelationen vollzogen werden. Das Ergebnis einer konfirmatorisch durchgeführten Hauptkomponentenanalyse bestätigt die inhaltlich gebildete Faktorenstruktur des MOA und klärt über 85% der Gesamtvarianz auf. Neben z-Transformationen der erhaltenen Skalenwerte auf eine allgemeine gesunde Referenzpopulation erfolgen keine weiteren Gewichtungen. Rückmeldungen der Testdurchführenden bescheinigen eine zufriedenstellende positive Akzeptanz des MOA-Fragebogenverfahrens. In einer einjährigen Follow-up-Phase konnte in österreichischen und schweizerischen Betrieben u. a. gezeigt werden (Graf & Grote, 2011b; Graf, 2017), dass eine Verbesserung einzelner MOA-Skalen mit einer Reduktion der Krankenstandstage einherging. Bei wiederholtem Einsatz des MOA konnten arbeits- wie auch interventionsbedingte Effekte, Nutzen und praktischeAnwendbarkeit zuverlässig abgebildet werden. Die aktualisierten MOA-Normdaten (N = 1 836; Normstichprobe 03/2018) von Arbeitnehmer(inne)n aus unterschiedlichen Branchen (Banken und Versicherungen, Gesundheitswesen, Gewerbe und Handwerk, Handel, Industrie, Transport und Verkehr) liefern replizierbare Wertebereiche, Strukturen und Zusammenhänge (z. B. im Vergleich zur Eichstichprobe von 2012; siehe z. B. Tabelle 3 vs. Tabelle 4 bzw. Tabelle 6. vs. Tabelle 7). Normen: Mit Stand 2012 lagen z-Werte aus einer Eichstichprobe von N = 792 gesunden, unselbstständigen, berufstätigen Personen (15-62 Jahre; 42% Frauen, 58% Männer) aus österreichischen Unternehmen vor. 2018 wurde die Normstichprobe aktualisiert. Es liegen nun Werte von N = 1 836 gesunden, unselbstständigen, berufstätigen Personen (15-62 Jahre, 46% Frauen, 54% Männer) aus österreichischen, deutschen und schweizerischen Unternehmen vor. Die Normstichprobe kann aufgrund der Zusammensetzung hinsichtlich ihrer sozio-demographischen Merkmale als repräsentativ für den deutschsprachigen Raum angesehen werden (siehe Tabelle 8). publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-08-07



