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Biografische Dynamiken moralischer Positionierungen in Prozessen sozialer Reintegration Biographical dynamics of moral positionings in processes of social reintegration

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PsychArchives2024-06-26 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/10440
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Sich von anderen in moralischer Weise abzugrenzen ist eine verbreitete Reaktionsweise, wenn man sich durch äußere Zuschreibungen in die Nähe von stigmatisierten Gruppen wie etwa Drogenkonsument*innen gestellt sieht. Dieser bekannte, bisher nur im Querschnitt untersuchte Forschungsbefund wird im vorliegenden Beitrag anhand einer theorieorientierten Fallrekonstruktion von vier Längsschnittinterviews mit einem wegen Drogendelikten strafrechtlich verurteilten Mann tiefergehend untersucht. Es zeigt sich im Zeitverlauf, dass sich verändernde soziale Kontexte je spezifische moralisch begründete Abgrenzungen und Zugehörigkeitsbekundungen mithervorbringen. Als moralische Differenzierungslinien dienen vor allem Arbeitsorientierung, alltägliche Lebensführung, Kontrolle des Drogenkonsums sowie Kriminalität. Die narrativen Positionierungen verweisen auf Anerkennungsund Statuskonflikte, die in den verschiedenen Phasen auf spezifische Weise herausgefordert werden und sich teils deutlich zuspitzen. Es zeigt sich, dass hierbei die jeweiligen Erfahrungen der Einbindung in Institutionen der Hilfe und Kontrolle eine bedeutsame Rolle spielen. Die Ablösung von diesen Institutionen, insbesondere durch die Integration in Erwerbsarbeit, beruhigt die Abgrenzung von stigmatisierten Gruppen und bringt neue moralische Differenzierungslinien hervor. Morally distancing oneself from others is a common reaction when being allocated in the vicinity of stigmatized groups such as drug users by external attributions. The present article will examine this well-known research finding, which has so far only been examined in a cross-sectional manner, in greater depth on the basis of a theory-oriented case reconstruction of four longitudinal interviews with a man convicted of drug offences. In the course of time, changing social contexts generate specific morally based narrative positionings of dissociation and association. The main lines of moral differentiation are work orientation, everyday life, control of drug use, and criminality. The narrative positionings refer to conflicts of recognition and status that are challenged in specific ways in the various phases and in some cases come to a head. It appears that the particular experiences of involvement in institutions of help and control play a significant role here. Detachment from these institutions, especially through integration into employment, settles the narrative dissociation from stigmatized groups and produces new lines of moral differentiation. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Psychosozial-Verlag
创建时间:
2024-06-26
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