Verfahren mit Bezug auf die nationalsozialistischen Euthanasieprogramme 1945-1952
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Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es im Zuge der Aufarbeitung der Krankenmorde (Euthanasie) der Nationalsozialisten zu insgesamt 470 Ermittlungsverfahren. Die überwiegende Mehrheit davon (441) fanden auf dem Gebiet der späteren Bundesrepublik statt, nur 29 davon in der sowjetischen Besatzungszone oder der späteren Deutsch Demokratischen Republik. Trotz der geringeren Zahl der Ermittlungsverfahren ist die Quote der Verurteilungen in Ostdeutschland wesentlich höher.Die Nürnberger ProzesseNach dem Zweiten Weltkrieg tagten Gerichte, bestehend aus den alliierten Siegermächten, in dem Versuch möglichst viele schuldige Nationalsozialisten zu überführen und zu bestrafen. Der Begriff "Nürnberger Prozesse" ist insofern ein wenig irreführend, da später Prozesse in ganz Deutschland stattgefunden haben. In Nürnberg jedoch fanden die prominentesten Gerichtsverfahren ob der symbolischen Bedeutung statt, denn dort waren zuvor auch die Rassegesetze beschlossen worden.In der DDR wurden beispielsweise im Jahr 1950 im Zuge der "Waldheimer Prozesse" ebenfalls viele Fälle von NS-Krankenmorden verhandelt. Dieser Prozess wurde entschieden und mit entsprechend intendierter Wirkung geführt, jedoch kam es hinterher kaum noch zu weiteren Verfahren gegen mutmaßliche NS-Täter. In der Bundesrepublik hingegen wurden noch für weitere Jahre mutmaßliche Täter angeklagt. "Rassenhygiene"Die nationalsozialistische Ideologie sah vor, den "Volkskörper" von allen Gefahren der "Erbgesundheit" zu beschützen und zu befreien. Menschen mit körperlichen Fehlbildungen, geistigen Krankheiten oder sonstigen Behinderungen seien als "Ballastexistenzen" anzusehen und wurden so im ganzen Reich systematisch ermordet. Bereits 1933 wurde die Zwangssterilisation von betroffenen Menschen angeordnet und durchgeführt. Etwa 5.000 Menschen starben durch diese Operationen. Im Oktober 1939 verschärfte Hitler mit der Anordnung zur Ausrottung "lebensunwerten Lebens" schließlich die Vorgehensweise und bis zum Jahr 1941 wurden im Zuge der "Aktion T4" rund 70.000 Menschen geplant in dafür vorgesehenen Tötungsanstalten ermordet. Tausende weitere wurden auch nach der zentral gesteuerten "Aktion T4" dezentral getötet. Weitere Informationen zu historischen Themen finden Sie hier.
二战结束后,随着对纳粹德国犯下的医生谋杀(安乐死)事件的清算,共发生了470起调查案件。其中,绝大多数(441起)发生在后来的联邦共和国境内,仅有29起发生在苏联占领区或后来的民主德国。尽管调查案件的数量较少,但东德地区的定罪率却显著偏高。所谓的‘纽伦堡审判’一词在某种程度上具有一定的误导性,因为随后在整个德国境内也发生了类似的审判。然而,在纽伦堡举行的审判由于其象征意义而备受瞩目,因为那里曾经是种族法律的制定地。例如,在德意志民主共和国,1950年进行的‘瓦尔海姆审判’中也审理了许多纳粹医生谋杀案。尽管该审判得到了决定性的判决,并产生了预期的效果,但此后针对疑似纳粹罪犯的调查案件却鲜有发生。而在联邦共和国,对疑似罪犯的指控在接下来的几年中仍在继续。‘种族卫生学’是纳粹意识形态的一部分,旨在保护并解放‘民族身体’免受所有‘遗传健康’风险的威胁。那些身体有缺陷、精神疾病或其他残疾的人被视为‘负担性存在’,并在整个帝国范围内被系统地谋杀。早在1933年,就对相关人员进行强制绝育并实施了手术,约有5,000人因此死亡。1939年10月,希特勒下令消灭‘不值得生存的生命’,从而加剧了这一做法,并在1941年之前,通过‘T4行动’在预定的死亡机构中有计划地谋杀约70,000人。此外,还有数千人在中央统一指挥的‘T4行动’之后被分散谋杀。有关历史主题的更多信息,请参阅此处。
提供机构:
Statista



