Zur Dynamik der kindlichen Suggestibilität beim Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs im Scheidungsverfahren
收藏PsychArchives2022-11-17 更新2026-04-25 收录
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Der Beitrag basiert auf einer außergewöhnlichen Fallgeschichte. Eine Mutter konfabulierte über zwei Jahre hinweg, daß ihr 15jähriger Sohn und ihre 12jährige Tochter vom Vater und weiteren Personen sadistisch mißbraucht wurden. Beide Kinder hatten die detaillierten, zum Teil bizarren Angaben der Mutter zunächst bestätigt und konnten sich erst allmählich distanzieren. Verschiedene Theorien zur Erklärung einer psychischen Induktion werden diskutiert, u. a. das Münchhausen Syndrom by proxy, das Eriksonsche Konzept der Identitätsdiffusion, die Folie à deux, das Hysterie Konzept und das Posttraumatische Streßsyndrom. Sexuelle Konfabulationen können auf der Basis früherer inzestuöser Familienstrukturen entstehen und durch Verlusterlebnisse ausgelöst werden. Die Analyse legt nahe, daß mit den Konfabulationen intime Zuwendungsbedürfnisse befriedigt werden. Die Möglichkeit traumatischer Sexualerfahrungen der Kinder muß auch bei offensichtlicher Unwahrheit einzelner Angaben ernstgenommen werden. Mißbrauchsvorwürfe im Scheidungsverfahren können somit Indikatoren der psychischen Krise eines Elternteils sein, von der die Kinder in gefährlicher Weise miterfaßt werden. unknown unknown
提供机构:
Du Bois, Reinmar Röcker, Doris
创建时间:
2022-11-17



