Vom Möglichen zum Wirklichen Dekohärenz, Faktizität und Realisierung im Quantum Reality Framework - Konzeptionelle Brücke zwischen ontologischer Grundlegung und physikalischer Formalisierung des QRF
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Vom Möglichen zum Wirklichen Dekohärenz, Faktizität und Realisierung im Quantum Reality Framework Ulrich Meixner · Oettingen, März 2026 Konzeptionelle Brücke zwischen ontologischer Grundlegung und physikalischer Formalisierung des QRF Abstract Der quantenmechanische Formalismus beschreibt mit hoher Präzision, welche Ergebnisse möglich sind und mit welcher Wahrscheinlichkeit sie auftreten. Was er nicht beschreibt, ist der ontische Schritt, durch den eine dieser Möglichkeiten wirklich wird. Dieser Text schließt diese Lücke — nicht durch Erweiterung des Formalismus, sondern durch seine ontologische Fundierung. Ausgehend von den zwei Primitiven des Quantum Reality Framework [1] — Energie als Substrat und ≺-Disposition als Tendenz zur Aktualisierung — wird eine kohärente Begriffskette entwickelt: Dekohärenz als Strukturierung des Möglichkeitsraums, Realisierung als kontingenter Selektionsakt, Faktizität als Eigenschaft der Ereignisspur und das Präsens als einzige ontisch unvermittelte Zeitebene. Der Selektionsschritt wird durch einen minimalen Axiomensatz für ᶜ_t präzisiert — nicht als Objekt des Standardformalismus, sondern als konzeptioneller Platzhalter an der Grenze zwischen Dynamik und Realisierung. Es wird gezeigt, dass diese Struktur die Voraussetzungen von Gleasons Theorem [6] erfüllt und die Born’sche Regel als konsistente Wahrscheinlichkeitsstruktur ontisch verankert. Der Text ist kein physikalisches Theoriepaper, sondern die konzeptionelle Brücke zwischen der ontologischen Grundlegung in [2] und der physikalischen Formalisierung des neuen QRF.



