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Forscher/innen-Reflexivität und qualitative sozialwissenschaftliche Methodik in der Psychologie Researcher's reflexivity and qualitative methods in psychology

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PsychArchives2024-06-26 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/10159
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In der akademischen Psychologie im deutschen Sprachraum wird qualitativ-sozialwissenschaftlicher Methodik heutzutage eine untergeordnete Position zugewiesen. Es lässt sich dort eine zunehmende Hinwendung zu einem naturwissenschaftlich-experimentellen Erkenntnisideal und eine Favorisierung mathematisch-statistischer Auswertungsverfahren beobachten – zugespitzt: eine quantitative Methoden-Orientierung. Qualitativ-sozialwissenschaftliche Methodik steht demgegenüber häufig in epistemologischen Traditionen, in denen forscherseitigen Erkenntnisvoraussetzungen erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet wird. Ferner liegt dort ein Interessenschwerpunkt auf subjektiven Auffassungen, Deutungen und Handlungsmustern der Forschungs-»Objekte«, der untersuchten Beteiligten in sozialen Feldern. Der Forscher ist/wird im Rahmen seiner Arbeit selbst Teil des untersuchten Feldes. Die Subjektivitäts- und Interaktionscharakteristik der Erkenntnissituation in den Humanwissenschaften mit ihren personalen und interpersonalen Effekten im epistemologischen System aus Subjekt, Objekt und Forschungsthema kann in der qualitativ-sozialwissenschaftlichen Methodik als Erkenntnisfenster nutzbar gemacht werden. Am Beispiel einer Forschungsarbeit, der teilnehmenden Beobachtung in Meditiations-Gruppen, werden illustrierend gewisse Paradoxien aufgezeigt, die sich auf das Verhältnis von personaler Feldteilnahme und Beobachtung beziehen und die Einfluss auf den Erkenntnisprozess nehmen. Zum anderen lässt sich an diesem Beispiel das Verhältnis der Auseinandersetzung mit einer wissenschaftlichen Fragestellung und deren Rückwirkung auf die eigene Lebenspraxis darstellen und reflektieren. Within academic psychology in the German-speaking countries qualitative methodology plays only a marginal role. Most researchers favour a quantitative methodological orientation with focus on experimental approaches and mathematical or statistical procedures of data analysis. Opposed to this orientation qualitative methodology often stands in epistemological traditions that pay attention to personal preconditions of the researcher and their influence on the research process. Of interest are subjective conceptions, interpretations and patterns of behaviour on the side of the research »objects« as participants in a social field. In the course of the research process the researcher becomes part of this social field as well. The subjective and interactive character of the research process in human sciences and its inter/-personal effects inside the epistemological system of subject, object, and research topic is seen as a source of knowledge in qualitative methodology. With the help of a research project on meditation groups we illustrate how the relationship of participation and parallel observation in a social field influences the course of knowledge production. We also demonstrate the effects of a research project on a researcher’s life. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Psychosozial-Verlag
创建时间:
2024-06-26
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