Intersubjektivität in Mahāyāna-Buddhismus und relationaler Psychoanalyse Intersubjectivity in Mahāyāna-Buddhism and Relational Psychoanalysis
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/10187
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Der Buddhismus und Achtsamkeitstechniken aus dem buddhistischen Lehrsystem zählen mittlerweile zu den wichtigsten Dialogpartnern für verschiedene psychotherapeutische Ansätze. Im Mahāyāna-Buddhismus wie auch in der relationalen Psychoanalyse kommt dem Begriff der Intersubjektivität eine besondere Bedeutung zu. In der relationalen Psychoanalyse wird das Individuum als eingebettet in eine relationale Matrix analysiert, die für die Herausbildung der psychischen Charakteristiken und Möglichkeiten entscheidend ist. Das Ziel der relationalen Psychoanalyse liegt in der Klärung der für das Individuum wesentlichen Beziehungskonstellationen. Freiheit entsteht durch ein Erkennen der eigenen Erlebens- und Verhaltensweisen als aus der persönlichen Beziehungsgeschichte hervorkommend und aus Verhaltensmodifikationen, die auf dieser Einsicht aufbauen. Im Mahāyāna-Buddhismus ist Intersubjektivität die Folge eines Verständnisses, dass sich alle Phänomene aus einer interdependenten Verbindung als individuelle Phänomene konstituieren. Der Mensch wird als spezifische Kombination von Phänomenen betrachtet, die sich andauernd in Dialog mit allen anderen Phänomenen befinden. Psychologisches Wohlbefinden lässt sich nur in der Einbindung dieser Erkenntnis in alle Aktivitäten des Lebens und der Überwindung jeglicher Selbstbezogenheit verwirklichen. Im Artikel werden philosophisch-psychologische Fundamente fokussiert, die eine Klärung der exakten Bedeutung des Terms 'Intersubjektivität' in beiden Zugängen ermöglichen sollen. Diese Klärung ist sowohl für die derzeit in diesem interdisziplinären Feld stattfindenden Dialoge (wo sie oft fehlt, bzw. undeutlich ist) als auch für weitere Dialogperspektiven von essentieller Bedeutung. Buddhism has become one of the main dialog partners for different psychotherapeutic approaches within the last years. Seen as a psychological system, it can offer structural elements which are compatible with psychotherapeutic theory and practice. A main concept in Mahāyāna-Buddhism and postmodern psychoanalysis is intersubjectivity. In relational psychoanalysis, the individual is seen in a matrix of relationships which turn out to be the central power in her/his psychological development. By realizing why one has become the present individual, and how the personal development is connected with relationships, the freedom to choose and create a life which is more independent from inner restrictions should be strengthened. In Mahāyāna-Buddhism, intersubjectivity is a result of an understanding of all phenomena as being in interdependent connection. Human beings are a collection of different phenomena and in constant interchange with everything else. Personal happiness and freedom from suffering depends on how this interchange can be realized in experience. The article focuses on the philosophic-psychological fundaments in both approaches and emphasizes clarification of what the term ‘intersubjectivity' exactly refers to. This clarification is essential as well for the current dialogs in which it is often missing or vague, as further perspectives in this interdisciplinary field. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Psychosozial-Verlag
创建时间:
2024-06-26



