Die regionale Ausbreitung der deutschen Gewerkschaften im Kaiserreich 1896 – 1918.
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https://search.gesis.org/research_data/ZA8488?doi=10.4232/1.10419
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„Die gewerkschaftliche Mobilisierung der Arbeitskräfte, die in den 1880er Jahren noch unter den koalitionsfeindlichen Rahmenbedingungen des Sozialistengesetzes erneut einsetzte, vollzog sich nicht in einem kontinuierlichen Wachstumsprozess, an dem die verschiedenen Berufsgruppen und verschiedenen regionalen Räume in Deutschland gleichmäßig partizipierten … Erhebliche Bedeutung für die Expansionschancen der Gewerkschaftsverbände hatten die Größe der Betriebe und der Orte, der Industrialisierungsgrad einer Region und ihre vereinsrechtliche Verfassung … Generell kann man feststellen, dass sich die Hauptmasse der freigewerkschaftlichen Mitglieder in Mittel- und Großstädten konzentrierte. In den urbanen Ballungsgebieten entwickelten sich am Arbeitsplatz, aber auch im Wohn- und Freizeitbereich dauerhaftere solidarische Beziehungen zwischen den Arbeitern als auf dem flachen Land. Die alten Residenz-, Gewerbe- und Handelsstädte, in denen seit 1848/49 die sozialistische Arbeiterbewegung Fuß gefasst hatte, und die im Laufe des 19. Jahrhunderts erst gegründeten dann aber rasch anwachsenden Zentren der Metall-, Schwereisen-, Kohle- und Chemieindustrie wurden zu Hochburgen der Gewerkschaftsbewegung. … Großstädte waren Orte, an denen sich der moderne Industriekapitalismus und mit ihm die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit am deutlichsten entfalteten“ (Schönhoven, a. a. O., S. 347ff).Eine Untersuchung zur regionalen Ausbreitung der deutschen Gewerkschaften im Kaiserreich kann sich nicht auf die umfangreiche Sammlung statistischer Daten der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands oder der gewerkschaftlichen Einzelverbände stützen, weil diese keine für die Gebietsebene der Bundesstaaten verwertbaren Vergleichszahlen enthalten. Die vorliegende Untersuchung von Klaus Schönhoven stützt sich daher auf zeitgenössische Erhebungen von Walter Troeltsch und Paul Hirschfeld (1905 bzw. 1908) und auf Übersichten zur Verbreitung der Gewerkschaften nach Staaten und Landesteilen, die das Kaiserliche Statistische Amt für 1911, 1912, 1913 und 1918 veröffentlichte. Sehr viel lückenhafter als für die Freien Gewerkschaften ist das Datenmaterial für die beiden anderen Richtungsgewerkschaften, den Dachverband der Christlichen Gewerkschaften und den Dachverband der Hirsch - Dunckerschen Gewerkvereine. Die Generalkommission veröffentlichte zwar regelmäßig Angaben zum Mitgliederbestand dieser beiden Konkurrenzorganisationen, ordnete diese aber nicht nach regionalen Kriterien.
Datentabellen in HISTAT:A. OrganisationsgradA.01 Regionale Ausbreitung der Freien Gewerkschaften im Deutschen Reich (1896-1918)A.02a Regionaler Organisationsgrad der Freien Gewerkschaften im Deutschen Reich (1896-1911)A.02b Regionaler Organisationsgrad der Freien Gewerkschaften im Deutschen Reich (1896-1911)A.03 Regionale Ausbreitung und Organisationsgrad der Freien Gewerkschaften in größeren Gebietseinheiten (1896-1911)A.04a Regionale Ausbreitung und Organisationsgrad der Freien Gewerkschaften in Preußen (1896-1911)A.04b Regionale Ausbreitung und Organisationsgrad der Freien Gewerkschaften in Preußen (1896-1911)B. MitgliederB.01 Verteilung der Mitglieder der Freien Gewerkschaften nach Ortsgrößenklassen (1896-1918)B.02a Mitglieder und Organisationsgrad der Freien Gewerkschaften in deutschen Großstädten, 200.000 Einwohner und mehr (1903-1911)B.02b Mitglieder und Organisationsgrad der Freien Gewerkschaften in deutschen Großstädten, 200.000 Einwohner und mehr (1903-1911)
提供机构:
GESIS Data Archive
创建时间:
2012-01-10



