Abgeordnete nach Nationalitäten im Westen Österreich-Ungarns 1907
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Im Jahr 1907 stellten im Wiener Parlament (Reichsrat), der westlichen Hälfte Österreich-Ungarns (Zisleithanien), die Deutschen mit rund 45 Prozent der Sitze den größten Anteil der Abgeordneten. Tschechische und polnische Mandate wurden von rund 21 bzw. rund 16 Prozent gehalten. Repräsentation im VielvölkerstaatDer Reichsrat war das gesetzgebende Parlament der zisleithanischen Hälfte von Österreich-Ungarn und funktionierte in Form eines Zwei-Kammer-Systems. Von besonderer Bedeutung war der Reichsrat aufgrund seiner sehr zentralistischen Gesetzgebungskompetenz. Vergleichbare Versammlungen auf einer Länderebene, den so genannten Kronländern, verfügten im Vergleich über sehr wenig Autorität. Symptomatisch für die Probleme des Vielvölkerstaates stand die Verteilung der Sitze im Parlament: Nicht nur galt in Österreich erst ab dem Jahr 1906 das allgemeine Männerwahlrecht, sondern auch die Sitze der Abgeordneten wurden nicht repräsentativ besetzt. Zwar stellen die Deutschen die größte Volksgruppe in Zisleithanien, jedoch verfügten sie über prozentual deutlich mehr Sitze als die übrigen Nationalitäten im Land. Dies verschärfte bereits existierende Spannungen noch weiter, da sich zahlreiche Minderheiten nicht angemessen vertreten fühlten. Österreich-UngarnDie Doppelmonarchie an der Donau setzte sich aus der kaiserlichen und königlichen (k.u.k.) Herrschaft des Kaisers Franz Joseph über die Personalunion aus Österreich und Ungarn zusammen. Historisch resultiert diese enge Verbindung beider Staatsysteme aus der österreichischen Niederlage im Deutschen Krieg (1866). In der Schlacht von Königgrätzunterlagen die Truppen der Habsburger den preußischen Streitkräften deutlich und wurden politisch in der anschließenden Reichsgründung nicht berücksichtigt. Dies schwächte die Stellung des Hauses Habsburg deutlich.In der Folge bröckelte auch die Stabilität des Vielvölkerstaates. Besonders in Ungarn war eine breite Nationalbewegung immer mächtiger geworden, welche eine vollständige Unabhängigkeit von Österreich forderten. Jedoch gelang es Vertretern beider Seiten schließlich einen Kompromiss zu erreichen: Formal blieben beide Staaten Untertan des Kaisers Franz Joseph, jedoch erhielten die Ungarn das Recht ein eigenes Parlament zu stellen und weitgehende innenpolitische Entscheidungen selbst zu treffen. Im Ersten Weltkrieg kamen rund neun Millionen Soldaten ums Leben.Weitere Informationen finden Sie hier
于1907年,在维也纳议会(帝国议会)中,奥地利-匈牙利西部(西里西亚)的德国人占据了约45%的席位,成为代表人数最多的群体。捷克人和波兰人分别占据了约21%和约16%的席位。在多民族国家中的代表权:帝国议会是奥地利-匈牙利西里西亚半区的立法议会,它以两院制的形式运作。鉴于其高度中央集权的立法权限,帝国议会具有重要意义。与类似的地级单位,即所谓的边郡相比,其权威性相对较低。议会席位分配的不均反映了多民族国家的诸多问题:不仅直到1906年,在奥地利才实行普遍男性选举权,而且代表席位并未得到充分代表。尽管德国人是西里西亚最大的民族群体,但他们所占的席位比例明显超过其他民族,这加剧了业已存在的紧张关系,因为许多少数民族未能得到适当的代表。奥地利-匈牙利:多瑙河畔的双重君主国由弗朗茨·约瑟夫皇帝统治的奥地利和匈牙利的个人联合构成。这一紧密联系的历史渊源可追溯至1866年的德意志战争,奥地利在战争中惨败,导致其在随后的帝国成立中政治上被忽视,这显著削弱了哈布斯堡家族的地位。在 königgrätz 战役中,哈布斯堡军队明显败给了普鲁士军队,并在随后的帝国成立中没有得到考虑。随后,多民族国家的稳定性也逐步瓦解。特别是在匈牙利,一场广泛的民族运动日益强大,要求完全独立于奥地利。然而,最终双方代表达成了一项妥协:形式上,两个国家仍然是弗朗茨·约瑟夫皇帝的属国,但匈牙利人获得了设立自己的议会和自主做出广泛内政决策的权利。在第一次世界大战中,约有九百万士兵丧生。更多信息请参阅相关资料。
提供机构:
Statista



