Interaktionsmuster in Familien mit psychosomatisch und depressiv erkrankten Kindern und Jugendlichen
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Für psychosomatische und depressive Erkrankungen werden Gemeinsamkeiten auf symptomatischer, intrapsychischer und familiendynamischer Ebene beschrieben. In "depressiven Familien" sind allerdings aggressive Konflikte deutlicher sichtbar, die Aufträge an den Index-Patienten sind hier zudem stärker auf den außerfamiliären Bereich orientiert. In der vorliegenden Untersuchung an zwei Familien mittels der Family Interaction Scales erscheint die Interaktion in der "psychosomatischen Familie" eindeutiger als in der "depressiven". Die Aussagen sind dort deutlicher, weniger disqualifizierend. Themen Wechsel und spontane Stellungnahmen fehlen eher, Nicht-Übereinstimmung wird seltener gezeigt. Eindeutigkeit und Klarheit wird durch eingeengte und gedämpfte Gefühlsäußerungen erreicht. In der "depressiven Familie" dagegen sind diese aggressiv-gereizt, die Beziehungen sind eher offen negativ, während in der "psychosomatischen Familie" Konflikte und Kritik vermieden werden. Konsequenzen für die weitere Forschung werden diskutiert. unknown unknown



