Das Timing von Kindern. Relationale Praktiken in spätmodernen Beziehungswelten The Timing of Children. Relational practices in late modern relationships
收藏PsychArchives2024-06-26 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/10347
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Ausgehend von der Beobachtung, dass sich die Forschung zu Generativität und Elternschaft bisher sehr stark auf langlebige moderne Paarbeziehungen fokussiert, soll hier veranschaulicht werden, welche interaktiven Praktiken das Timing von Kindern in spätmodernen Beziehungen hervorbringen. Aus einem Sample von 25 Paaren bzw. Einzelpersonen werden zwei Fälle ausgewählt und einander gegenübergestellt. Das erste (moderne) Paar folgt dem in Westdeutschland institutionell gestützten und kulturell verankerten Programm zur Familiengründung. Sein erstes Kind wird geboren, nachdem sich das Paar die normativ erwarteten und subjektiv gewünschten Voraussetzungen für seine Familiengründung geschaffen hat. Diesem Paar wird eine Frau in spätmodernen Beziehungswelten gegenübergestellt. Ihr Timing folgt weder einem vorgegebenen, noch einem eigenen langfristigen Plan. Die handlungsleitenden Maßstäbe für die Akzeptanz von nicht beabsichtigten Schwangerschaften und die emotionalen Impulse zugunsten von gewollten Schwangerschaften sind in ihrer spätmodernen Beziehungswelt sehr situationsgebunden und hoch individualisiert. Die Annahme eines standardisierten Kosten-Nutzen-Kalküls und einer zukunftsorientierten Planung trägt zur Erklärung des Timing von Kindern in spätmodernen Beziehungswelten wenig bei. Den im modernen Sinne »richtigen« Zeitpunkt für Kinder gibt es in spätmodernen Beziehungswelten nicht. Existing research on generativity and parenthood has often focused on modern stable long-term relationships. On the contrary this article focusses on late modern relationships, characterized by an undetermined degree of commitment, and analyzes the interactive practices which affect the timing of child bearing. Two cases drawn from a sample of 25 couples and individuals are contrasted. The first (modern) couple starts a family according to the pattern endorsed by West German institutions and culture. Their first child is born after they have achieved the normatively expected and subjectively desired preconditions for starting a family. This couple is contrasted with a woman engaged in late modern types of relationships. Her timing follows neither a predetermined nor a long-term plan. The reasons for her acceptance of unplanned pregnancies and her emotional impulses towards pregnancies within her late modern relationships are highly situational and individualized. The assumptions of a standardized cost-benefit calculus and rational long-term planning contribute little in explaining the timing of child bearing in late modern types of relationships, where the »right time« for a child in the modern sense does not exist. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Psychosozial-Verlag
创建时间:
2024-06-26



