Der Psychologe und Pädagoge Oswald Kroh an der Freien Universität Berlin - biographische Rückblenden in dekonstruktiver Absicht.
收藏PsychArchives2017-06-14 更新2026-04-25 收录
下载链接:
https://hdl.handle.net/20.500.12034/194
下载链接
链接失效反馈官方服务:
资源简介:
Oswald Kroh (1887 bis 1955), der in den Kriegsjahren zum vermutlich einflussreichsten Universitätspsychologen im Dritten Reich avancierte, musste 1945 wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft die Berliner Universität verlassen. Ab 1948 bis zu seinem Tod lehrte er an der Freien Universität Berlin. Die Vorgänge, die zur Berufung des politisch hochbelasteten Kroh an die neu gegründete Freie Universität (FU) führten, werden analysiert. Außerdem wird die Vorgeschichte des beruflichen Neubeginns besprochen, nachdem sich Kroh in den Jahren 1946 bis 1948 bemüht hatte, an seinen ehemaligen Wirkungsort in Ostberlin (die spätere Humboldt-Universität) zurückzukehren. Weitere biographische Rückblenden verdeutlichen, wie Kroh in der Nachkriegszeit von seiner NS-Vergangenheit immer wieder eingeholt wurde. Die von der SED kontrollierte Presse verbreitete die Auffassung, Kroh sei in Ostberlin als Nazi entlarvt, in Westberlin jedoch mit offenen Armen empfangen worden. Eine Prüfung der Aktenlage erweist diese Behauptung als Legende. Vielmehr wird sichtbar, dass sowohl bei Ost- als auch bei West-Berliner Behörden erheblicher Widerstand gegenüber Kroh als Universitätslehrer bestand, wohingegen das Interesse an Kroh - und damit die Vernachlässigung seiner politischen Belastung - nicht nur bei den Leitungsgremien der FU, sondern ebenso zuvor bei Funktionsträgern der Ostberliner Universität erkennbar vorhanden war. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Verlag C. W. Leske + Budrich GmbH
创建时间:
2017-06-14



