Modalontologie und Physik Eine dreistufige Ontologie der Aktualisierung und ihre strukturelle Identität mit dem Planck-Event Framework
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Der vorliegende Text entwickelt eine dreistufige Ontologie der Aktualisierung: Transzendental real ist, was als Bedingung der Möglichkeit von Faktizität transzendental erforderlich vorausgesetzt werden muss. Ontisch-faktisch real ist, was in kausale Relationen eintreten kann. Epistemisch zugänglich – und damit Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion – ist, was prinzipiell intersubjektiv unterscheidbar ist. Möglichkeit ist das transzendental Fundamentale; Impuls ist der Aktualisierungsoperator, durch den Möglichkeit faktisch wird; Raumzeit ist das ontologische Produkt dieser Aktualisierung. Der Text zeigt die strukturelle Identität dieses Gedankengangs mit dem Planck-Event Framework (PEF). Es handelt sich nicht um Konvergenz zweier unabhängiger Frameworks, sondern um dieselbe Ontologie in zwei Sprachen: MO liefert das ontologische Fundament, PEF den physikalischen Formalismus. Der Hilbertraum-Formalismus der Quantenmechanik und die Riemannsche Geometrie der Allgemeinen Relativitätstheorie sind mathematische Beschreibungen des kausalen Graphen auf verschiedenen Vergröberungsebenen – nicht dessen ontologisches Fundament. Das Blockuniversum ist ein Artefakt der WR-Ebenen-Beschreibung, keine ontologische These. Der abstrakte Zustandsraum Hᴹᴿ – die Brücke zwischen MO-Möglichkeitsraum und quantenmechanischem Hilbertraum – ist das zentrale gemeinsame offene Problem beider Frameworks. Das Scharnierproblem – wie P3 einen Zustandsraum voraussetzt, der die konstituierte Raumzeit schon zu nutzen scheint – wird durch Hᴹᴿ aufgelöst: Hᴹᴿ ist abstrakter Hilbertraum ohne Ortsraumstruktur, dessen Axiome aus informationstheoretischen Grundbegriffen folgen. Das Modell zeichnet sich durch ontologische Sparsamkeit aus: keine parallelen Welten, keine Pilotwelle, kein Blockuniversum.



