Zur Konstruktion von Geschlecht und Sexualität in behavioristischen Lerntheorien. Ein wissenschaftshistorischer Beitrag Gender, Sex differences, and Sexuality in Behaviorist Theories. A History of Science Perspective
收藏PsychArchives2024-06-26 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/10265
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Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie behavioristische Lerntheorien Geschlecht und Sexualität thematisieren. Hierfür werden Werke von Skinner, Watson, Pavlov und Thorndike untersucht. Es zeigt sich insgesamt, dass Geschlecht und Sexualität nicht ausführlich behandelt werden. Nur Thorndike widmet der Frage nach Geschlechterunterschieden ein eigenständiges Kapitel. Bei Pavlov finden sich keine relevanten Textstellen. Watson und Skinner erwähnen Geschlechtlichkeit und Sexualität hauptsächlich in Beispielen und Nebenbemerkungen. Abschließend wird diskutiert, inwieweit die behavioristischen Prinzipien der Lernbarkeit, Veränderlichkeit und Formbarkeit auf vergeschlechtlichtes oder sexuelles Verhalten bezogen werden: Einerseits wird die Lernbarkeit auch dieser Verhaltensweisen postuliert. Andererseits werden hiervon zentrale Bereiche ausgeklammert: Heterosexualität, geschlechtsspezifisches Sexualverhalten und z.T. mütterliches Fürsorgeverhalten und männliche Aggression. Hier scheinen sich also wie durch die Hintertür heteronormative und sexistische Setzungen einzuschleichen. This article explores how the four behaviorist theorists Skinner, Watson, Pavlov, and Thorndike deal with issues of sex differences, gender, and sexuality. In general, they do not explicitly theorize sex differences, gender, and sexuality. Only Thorndike dedicates a special chapter to sex differences. Pavlov does not take on any of the topics and Watson and Skinner mainly mention these issues in examples or side notes. In the concluding section I discuss how the behaviorist principles of learnability, plasticity and changeability get applied to behavior in the domains of sex differences, gender, and sexuality: On the one hand sexual or gendered behavior is conceptualized as learnt. On the other hand relevant areas of behavior get excluded and are seen as innate. These areas include heterosexuality, sex differences in sexual behavior, and – in some theories – maternal care and male aggression. Here, heteronormative and sexists assumptions creep in through the back door. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Psychosozial-Verlag
创建时间:
2024-06-26



