J. S. Bach, barocke Affektenlehre und Musiktherapie – Versuch einer Zusammenführung J. S. Bach, Baroque Models of Affect and Music Therapy – A Comparative Study
收藏PsychArchives2022-05-20 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/6091
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资源简介:
Musikalische Affektenlehre und Musiktherapie scheinen auf den ersten Blick Jahrhunderte auseinander zu liegen und wenig gemein zu haben. Neben den gemeinsamen Wurzeln in der antiken Ethoslehre zeigt sich der große Einfluss der Affektenlehre auf die Entstehung der Musiktherapie. Die Affinität der beiden Disziplinen wird in ihrem Grundverständnis bezüglich der Einflussmöglichkeiten von Musik auf den Menschen deutlich. Gehen doch beide davon aus, dass Affektausdeutung, Affektnachahmung, Affektänderung und Affektausdruck mittels Musik möglich ist. Die Bachsche Musik wird hier stellvertretend für Barockmusik gesehen, da sie als Inbegriff barocker Kompositionskunst sowie der Anwendung von Affektenlehre und musikalischer Rhetorik betrachtet werden kann. Es gilt hier die Zusammenhänge und Unterschiede der Disziplinen, sowie die Gründe für die Anwendung/Nicht-Anwendung barocker, in der Tradition der Affektenlehre stehender Musik in der Musiktherapie aufzuzeigen. Zudem wird der Versuch unternommen, die unterschiedlichen Definitionen des Affektbegriffs in den Psy-Wissenschaften (Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie) und der Musiktherapie zu fassen. Es kann gezeigt werden, dass die Musik J. S. Bachs in der Musiktherapie Anwendung findet. Eine bestimmte Verwendung Bachscher Musik in Bezug auf die Indikation und Zielsetzung, im Sinne umschriebener Krankheitsbilder, kann nicht nachgewiesen werden. Es konnten jedoch vier Problemfelder (durch Analyse von Fallbeispielen in der Fachliteratur (1948–2009) sowie einer Expertenbefragung) ausgemacht werden, in denen Bachsche Musik häufiger zum Einsatz kommt. Diese Problemfelder umfassen die Themenkreise „Sterben“, „Angst“, „Spiritualität“ sowie „Strukturbedürfnis“. Affect models of music and music therapy appear, at first sight, to lie centuries apart with very little in common. In addition to the common roots which lie in the antique doctrine of ethos, the affect models strongly influenced the origins of music therapy. The affinity of both disciplines becomes evident through their basic understanding concerning the influence of music on people. Both proceed on the assumption that interpretation, imitation, alteration and expression of affect are possible through music. Bach’s music is presented here as representational for Baroque music, since it is considered the epitome of not only the Baroque style of composition but of the implementation of models of affect and musical rhetoric. This study presents the similarities and differences of these disciplines as well as the reasons for the application/non-application of Baroque music, based upon the tradition of music attributed from models of affect in music therapy. Moreover an attempt is made to gain understanding of the diverse definitions of the term affect, within the „psysciences“ (psychology, psychiatry, psychotherapy) and music therapy. It is ascertained that J. S. Bach’s music is applicable in music therapy. Specific utilization of Bach’s music cannot be proven in regard to therapeutic indication and goals for circumscribed disorder patterns. Four problem areas are detected however, through analysis of case studies in professional literature (1948–2009) and by consulting experts, in which Bach’s music is applied more frequently. These problem areas embrace common themes: „death“, „anxiety“, „spirituality“ and „structural need“. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Reichert Verlag
创建时间:
2022-05-20



