Der psychologische Versuch in der Psychiatrie: Was wurde aus Kraepelins (1895) Programm?
收藏PsychArchives2017-06-14 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/101
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资源简介:
In einem programmatischen Aufsatz aus dem Jahre 1895 formulierte Emil Kraepelin erstmalig das Ziel und die Methoden für eine experimentelle Psychopathologie. Die Inhalte dieses Programms lassen sich in drei Kernaussagen zusammenfassen: (1) Alltagspsychologische Klassifikationen liefern keinen hinreichenden Rahmen für die psychologische Analyse psychopathologischer Phänomene. (2) Die Psychopathologie muss von der intentionalen Ebene auf die Ebene der funktionellen Erklärung vordringen. (3) Künstlich herbeigeführte exogene Psychosen haben eine wichtige Funktion für die Analyse der endogenen Psychosen. Den Hintergrund für Kraepelins Programm bildete nicht nur das neu entstandene Methodenarsenal der experimentellen Psychologie, sondern auch die mit diesen Methoden eng verflochtene Theorie der Apperzeption von W. Wundt. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg stand Kraepelins Programm auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Allerdings hatten Entwicklungen in der Medizin und der Psychologie gleichzeitig bereits wesentliche, ursprüngliche Momente des Programms unterhöhlt. Nach Kraepelins Tod (1926) wurde von den meisten zeitgenössischen Psychiatern mehr oder weniger Unverständnis darüber geäußert, warum dieser als Schöpfer des weltweit gültigen psychiatrischen Klassifikationssystems sich in der hohen Wertschätzung der experimentellen Psychopathologie so habe täuschen können. Die Prozesse, die zu dieser veränderten Einschätzung führten, werden abschließend analysiert und in ein theorie- und sozialgeschichtliches Umfeld gestellt. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Verlag C. W. Leske + Budrich GmbH
创建时间:
2017-06-14



