Eine Pilotstudie zur Praktikabilität der OPD-KJ bei Patienten mit Migrationshintergrund
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Die Praktikabilität der "Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik im Kindes- und Jugendalter" (OPDKJ) wurde bei 14 Patienten mit und 18 Patienten ohne Migrationshintergrund im Rahmen einer Pilotstudie überprüft. Anhand eines Interviewleitfadens wurden die (teil-)stationären Patienten im Alter zwischen 5 und 15 Jahren auf allen Achsen der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD-KJ) beurteilt. Es handelte sich um Patienten mit verschiedenen ethnischen Migrationshintergründen. Erwartungsgemäß zeigten Patienten mit und ohne Migrationshintergrund vergleichbare Behandlungsvoraussetzungen, Beziehungsgestaltungen und Konflikte. Bei der psychischen Struktur zeigten sich signifikante Unterschiede: Bei Patienten mit Migrationshintergrund wurde das Integrationsniveau in Bezug auf die Steuerung sowie das Selbst- und Objekterleben als niedriger beurteilt als bei Patienten ohne Migrationshintergrund. Es werden verschiedene Hypothesen zur Erklärung dieses Ergebnisses skizziert; eine vorsichtige Anwendung der Strukturachse der OPD-KJ bei Patienten mit Migrationshintergrund wird nahegelegt. Auf die Wichtigkeit einer Replikation an einer größeren Stichprobe in einem interkulturellen Therapeuten- und Rater-Team wird hingewiesen. unknown unknown



