Zur Differenzierbarkeit von Gerechte-Welt- und Kontrollüberzeugungen : konzeptuelle und empirische Argumente
收藏PsychArchives2022-11-17 更新2026-04-25 收录
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https://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:bsz:291-psydok-976
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Sowohl Kontrollüberzeugungen als auch Gerechte-Welt-Überzeugungen sind etablierte Konzepte der differentiellen Psychologie und wurden auch als „Einzeltrait-Persönlichkeitstheorien“ (Furnham, 1990) bezeichnet. Empirische Ergebnisse (z. B. Zusammenhangsmuster), die mit Skalen zur Messung jeweils eines der beiden Konstrukte erzielt werden, könnten häufig genauso mit Skalen zur Messung des jeweils anderen Konstrukts gewonnen werden, wenn man sich denn entschieden hätte, dieses und nicht jenes einzusetzen. Setzt man beide gemeinsam ein, so zeigen sich in der Regel hohe Korrelationen (bis zu .60) zwischen den Skalen zur Messung der beiden Konstrukte. Faktorenanalytische Untersuchungen von Kontrollüberzeugungs-Fragebögen finden in der Regel einen Gerechte-Welt-Faktor, faktorenanalytische Untersuchungen von Gerechte-Welt-Fragebögen unterschiedlich benannte Kontrollfaktoren. Es stellt sich also die Frage, ob die beiden Konstrukte substantiell Unterschiedliches abbilden oder nur zwei unterschiedliche Namen für das gleiche Grundphänomen darstellen. Dieser Bericht nähert sich dieser Frage auf zweierlei Weise. Zunächst sprechen Sprachanalysen der (Item)formulierungen zur Behauptung von Gerechtigkeit und zur Behauptung von Kontrolle für die konzeptuelle Differenzierbarkeit. Gerechte-Welt-Überzeugungen lassen sich insbesondere durch ihre moralischen Konnotationen von internalen Kontrollüberzeugungen differenzieren. Schließlich kann durch die Berücksichtigung bisher nicht untersuchter Validierungskorrelate die Differenzierbarkeit der beiden Konstrukte auch empirisch demonstriert werden.
提供机构:
Maes, Jürgen
创建时间:
2022-11-17



