Abschlussbericht zum DFG-Projekt RE 3129/2-1 "Verinnerlichte Gleichberechtigung: Antezedenzien und Konsequenzen von Selbstrespekt"
收藏PsychArchives2026-01-28 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/16993
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资源简介:
Dieses Projekt untersuchte das (sozial-)psychologische Konstrukt Selbstrespekt, das als die Überzeugung eines Individuums definiert ist, grundlegend gleichberechtigt zu sein. Es wurde erforscht, wie Selbstrespekt entsteht (Antezedenzien von Selbstrespekt) und welche Auswir-kungen hoher bzw. niedriger Selbstrespekt auf verschiedene Ergebnisvariablen hat (Konse-quenzen von Selbstrespekt). Zunächst konnte gezeigt werden, dass die von Renger (2018) entwickelte Skala zur Erfassung von Selbstrespekt reliabel und valide ist und sich von Skalen zur Erfassung der Überzeugung, mehr Rechte zu haben, sowie von der Überzeugung, weni-ger Rechte zu haben, empirisch abgrenzen lässt. Der Selbstrespekt von Personen zeigt eine mittlere bis hohe Stabilität über die Zeit. Die zahlreichen experimentellen Befunde zeigen je-doch, dass der Selbstrespekt einer Person veränderbar ist. Um die Antezedenzien von Selbstrespekt systematisch untersuchen zu können, wurden ver-schiedene Respektquellen untersucht. Eine interpersonale Quelle von Selbstrespekt stellen Respekterfahrungen im persönlichen Umfeld dar. Je stärker sich ein Individuum von anderen im Alltag als ernstzunehmendes Gegenüber auf Augenhöhe behandelt fühlt, desto eher ent-steht eine Überzeugung, grundlegend gleichberechtigt zu sein. Auf struktureller Ebene zeigte sich, dass Erfahrungen, vom deutschen Staat und seinen Institutionen respektvoll behandelt zu werden, Prädiktoren von Selbstrespekt darstellen. Zudem sagt das Nettoeinkommen einer Person ihren Selbstrespekt zu einem späteren Zeitpunkt positiv vorher. Auf Seiten der Konsequenzen konnte im Rahmen dieses Projekts repliziert werden, dass Selbstrespekt mit einem individuellen Berechtigungsempfinden (z. B. Selbstbehauptung) zu-sammenhängt. Darüber hinaus konnte erstmals empirisch gezeigt werden, dass Selbstrespekt auch mit einem kollektiven Berechtigungsempfinden einhergeht. Selbstrespekt hängt positiv zusammen mit sozialem Verantwortungsgefühl, mit prosozialem Verhalten, mit einer unter-stützenden Einstellung zu allgemeinen Menschenrechten und mit einer Berücksichtigung der Rechte zukünftiger Generationen. Zudem hängt Selbstrespekt negativ zusammen mit einer ablehnenden Einstellung gegenüber potenziellen Einschränkungen von Menschenrechten. Zusätzlich sagt Selbstrespekt längsschnittlich eine tolerante Einstellung gegenüber Anders-denkenden in westlichen Ländern sowie querschnittlich Toleranz gegenüber sozialen Minder-heiten in nicht-westlichen Ländern (z. B. Serbien, Syrien) vorher. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Überzeugung gleichberechtigt zu sein (= Selbstrespekt) ein hoch relevantes psychologisches Konstrukt darstellt, welches sowohl durch interpersonale als auch systemische Respektquellen gestärkt wird. Hoher Selbstrespekt führt in der Folge dazu, dass Menschen sich ihrer eigenen Rechte und der Rechte anderer bewusst sind und diese aktiv unterstützen. Selbstrespekt trägt somit sowohl zu individuellem Em-powerment als auch zu sozialer Kohäsion bei. unknown
提供机构:
PsychArchives
创建时间:
2026-01-28



