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Legalbewährung junger Straftäter nach Entlassung aus Arbeitserziehungsmaßnahmen Legal probation of juvenile offenders after release from penal reformative training

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PsychArchives2022-11-17 更新2026-04-25 收录
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https://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:bsz:291-psydok-47165
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In Deutschland und der Schweiz ist seit mehreren Jahren ein Anstieg der Jugendkriminalität zu beobachten. Dabei wird einerseits immer wieder auf den episodenhaften Charakter von Jugendkriminalität hingewiesen. Andererseits gibt es zahlreiche Studien, die hohe Rückfallraten jugendlicher Straftäter aufzeigen, die aus Haftanstalten entlassen werden. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war, die Legalbewährung junger Straftäter nach ihrer Entlassung aus einer Arbeitserziehungsmaßnahme zu überprüfen. Die Stichprobe besteht aus allen zwischen 1974 und 1986 in die Arbeitserziehungsanstalt (AEA) Uitikon, Kanton Zürich, eingewiesenen Jugendlichen. Der Katamnesezeitraum betrug zwischen 17 und 29 Jahren. Insgesamt wurden 71% der Täter rückfällig. Der Anteil der Täter, die mit einem Gewalt- oder Sexualdelikt rückfällig geworden sind betrug 33%. Bivariate logistische Regressionen zeigten, dass die Art des Deliktes keinen Einfluss auf die Rückfallwahrscheinlichkeit hatte. Wenn die Einweisung in die AEA aufgrund einer einzelnen Tat erfolgte, war das Risiko für Rückfälligkeit gegenüber Tätern mit Serientaten um 71% reduziert (OR=0.29). Die Ergebnisse sprechen dafür, dass junge Straftäter, die strafrechtlich verurteilt und in Arbeitserziehungsanstalten eingewiesen wurden, ein hohes Rückfallrisiko aufweisen. Zudem ergeben sich keine Hinweise dafür, dass die Arbeitserziehungsmaßnahmen nach dem seinerzeit praktizierten unspezifisch pädagogischen und einseitig auf berufliche Ausbildung ausgerichteten Konzept eine deliktpräventive Wirkung hatten. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse auf die Bedeutsamkeit der Evaluation der deliktpräventiven Wirksamkeit von Maßnahmen hin. Schlagwörter Arbeitserziehungsanstalt - Rückfälligkeit - jugendliche Straftäter - Maßnahmeevaluation Over recent years, there has been an increase in adolescent delinquency in Germany and Switzerland. In this context, the episodic character of the majority of adolescent delinquency is usually pointed out; however, numerous studies show high re-offending rates for released adolescents. The goal of this study is to examine the legal probation of juvenile delinquents after release from penal reformative training. In this study, the legal probation of adolescents committed to the AEA Uitikon, in the Canton of Zurich, between 1974 and 1986 was scrutinized by examining extracts from their criminal record as of 2003. The period of catamnesis was thus between 17 and 29 years. Overall, 71% of offenders reoffended, 29% with a violent or sexual offence. Bivariate logistic regression showed that the kind of offence committed had no influence on the probability of recidivism. If commitment to the AEA was due to a single offence (as opposed to serial offences), the risk of recidivism was reduced by 71% (OR=0.29). The results of the study show that young delinquents sentenced and committed to penal reformative training have a high recidivism risk. Furthermore, the results point out the importance of the evaluation of the offense-preventive effcacy of penal measures. Keywords recidivism - juvenile offender - treatment - reoffending unknown unknown
提供机构:
Urbaniok, Frank Rossegger, Astrid Fegert, Jörg Rubertus, Michael Endrass, Jérôme
创建时间:
2022-11-17
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