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Mentalitäten im gesellschaftlichen Strukturwandel: Individualisierung und Deklassierung als Ideologien Mentalities in the structural change of society: individualization and declassification as ideologies

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PsychArchives2023-11-29 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/9327
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Die Bedeutung von Mentalitäten im gesellschaftlichen Strukturwandel wird unter Heranziehung ausgewählter empirischer Befunde erörtert. Einleitend wird darauf hingewiesen, dass in den achtziger Jahren Theorien des Zerfalls sozialer Zusammenhänge die Vorstellungen einer klaren Gliederung der Gesellschaft nach Weltanschauungen, Klassen und Schichten nachhaltig verdrängt haben. Zunächst wurden die befreienden Aspekte der Individualisierung, Vielfalt und Selbstgestaltung stärker betont. Seit den neunziger Jahren wird, mit dem Hinweis auf die Globalisierung der Märkte und neue soziale Deklassierungen, auf die Neuformierung des Gegensatzes zwischen privilegierten und unterprivilegierten Klassen fokussiert. Es wird der Versuch unternommen, diesen Vorstellungen eine "Landkarte sozialer Milieus und Mentalitäten" gegenüberzustellen, die auf umfangreiche empirische Untersuchungen gestützt ist. Danach ist der Gegensatz von Individualisierung und Deklassierung ein Scheinwiderspruch. Er bildet in Wirklichkeit ein "epistemologisches Paar", das einer ideologischen Perspektive von oben entspricht. Tatsächlich haben sich die sozialen Milieus der Klassengesellschaft in Richtung von mehr Selbstbestimmung und Urteilskraft verschoben. Wenn die Weltanschauungen, Kirchen, Verbände und Parteien den Verlust ihrer Bindekraft beklagen, liegt dies eher daran, dass sie hinter diesen Entwicklungen zurückgeblieben sind. reviewed publishedVersion
提供机构:
Roland Asanger Verlag GmbH
创建时间:
2023-11-29
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