Gefühle machen Politik
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Der Essay „Gefühle machen Politik“ untersucht, wie Emotionen nicht nur politische Entscheidungen begleiten, sondern selbst politische Wirklichkeit erzeugen. Mischa Piecuch zeigt, dass Gefühle wie Scham, Angst oder Wut keine privaten Nebenerscheinungen sind, sondern strukturell verteilt, gesellschaftlich gerahmt und systemisch wirksam sind – lange bevor Argumente greifen. Mit Rückgriff auf Philosophie, Kulturtheorie und Neurowissenschaft beschreibt der Text, wie affektive Dynamiken Macht sichern, Kritik dämpfen oder neue Handlungsspielräume öffnen. Der Essay versteht sich als Beitrag zu einer politischen Theorie der Gefühle – jenseits von Zynismus und Pathos, aber mit klarer Haltung: Demokratie beginnt dort, wo auch das Unübersetzbare vorkommen darf.



