Das Werden der Person. Gestalttheoretische Beiträge The Emergence of the Person. Gestalt Theoretical Contributions
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/5083
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Ein Baby kommt zur Welt. Wie wird es zur Person? Anna Arfelli Galli stellt in ihrem Beitrag gestalttheoretische Forschungsarbeiten und Befunde zur Entstehung der Person aus entwicklungspsychologischer Perspektive vor. Der Bogen spannt sich dabei von Kurt Lewins frühen Untersuchungen des Ausdrucksverhaltens von Kleinkindern über Wolfgang Metzgers Beobachtungen zum Pflegeverhalten und zu den Bemühungen von Erwachsenen um die Deutung des kindlichen Verhaltens bis hin zu noch heute beachtenswerten Forschungsarbeiten von Richard Meili und dessen Mitarbeiterinnen in der Schweiz und von Wolfgang Metzgers Mitarbeiterinnen in Münster. Dabei werden auch Unterschiede zur Perspektive der heutigen bindungstheoretischen Forschungen herausgearbeitet, die meist einseitig auf die Antwort der Mutter auf die Bedürfnisse des Kleinkindes zentriert sind und den aktiven Part des Säuglings vernachlässigen. Kritisch werden aber auch persönlichkeitstheoretische Ansätze kommentiert, die die Persönlichkeit ausschließlich aus der jeweiligen Dynamik der jeweiligen Situation zu erklären versuchen – dem gegenüber wird die Bedeutung von bereits im ersten Lebensjahr ausgebildeten Ursprungseigenschaften hervorgehoben. Den Abschluss bilden die gestaltpsychologischen Forschungen zum frühkindlichen Trotz und zum Selber-machen-Wollen des Kleinkindes. Darauf stützt sich die Hypothese, dass sich beim Kleinkind erst stufenweise eine zuerst nur minimale, implizite Form des Bewusstseins und die Trennung des Ichs vom Anderen entwickeln. A baby is born. How does it become a person? In her contribution, Anna Arfelli Galli presents Gestalt theoretical research work and findings on the emergence of the person from a developmental psychological perspective. The spectrum ranges from Kurt Lewin's early investigations into the expressive behaviour of small children, Wolfgang Metzger's observations on foster behaviour and the efforts of adults to interpret child behaviour, to research by Richard Meili and his colleagues in Switzerland and by Wolfgang Metzger's colleagues in Münster, which is still remarkable today. Differences to the perspective of today's attachment-theoretical research are also worked out, which are mostly centered one-sidedly on the mother's response to the needs of the infant and neglect the active part of the infant. However, personality theoretical approaches are also critically commented on, which do not take into account the personality of the infant. The importance of original characteristics already developed in the first year of life is emphasized in contrast. The final part is the Gestalt psychological research on early childhood defiance and the willingness of infants to do it themselves. The hypothesis is based on this that the toddler first gradually develops a minimal, implicit form of consciousness and the separation of the ego from the other. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Verlag Wolfgang Krammer, Wien
创建时间:
2022-04-08



