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Die Wohnungsbaufinanzierung der Landesbausparkassen 1959-1995.

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DataCite Commons2025-12-02 更新2025-04-15 收录
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https://search.gesis.org/research_data/ZA8371?doi=10.4232/1.10257
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Der Beitrag von Günter Schulz auf dem Sparkassenhistorischen Symposium 1997 befasst sich zunächst in einem historischen Überblick mit der Gründung und Experimentierphase der Wohnungsbaufinanzierung durch öffentliche Bausparkassen (1928/29 bis 1938). Die Bausparreform von 1938/39 führte zu Richtlinien für die Neugestaltung des Bausparwesens. Diese legten fest, dass die Bausparkassen Bausparverträge im Regelfall „nur noch für zweite Hypotheken abschließen“ sollten und dann ergänzend erste Hypotheken vermitteln mussten. Dies wies den Bausparkassen nun erstmals einen eigenständigen Platz im Realkreditgewerbe im Rahmen einer Arbeitsteilung unter den Anbietern zu. „Nach Kriegsende begann die im Westen die Entwicklung der Bausparkassen auf der Grundlage der Reformrichtlinien von 1938. Im Jahr 1948 bestanden hier neben 13 öffentliche 17 private Bausparkassen. Wirtschaftlich vollzogen die öffentlichen Bausparkassen in der Nachkriegszeit einen Konzentrationsprozess durch eine Reihe von Fusionen. Die Anzahl ist mit 13 seither etwa gleich geblieben … Die Erfolgsgeschichte der Bausparkassen wurde vornehmlich von vier Faktoren verursacht und bestärkt: (1) die Kriegszerstörungen und der Bedarf der zuströmenden Flüchtlinge und Vertriebenen hatten gewaltige Ausmaße. 1950 gab es noch 9,44 Millionen „Normalwohnungen“, doch man benötigte rund 15 Millionen. Wohnungsnot und Wohnungselend zwangen das demokratische Konkurrenzsystem der Bundesrepublik dazu, alle bauwirtschaftlichen Kräfte zu aktivieren. Davon profitierten auch die öffentlichen Bausparkassen. (2) Das Kapital war knapp und teuer. Das Bausparen, als Selbsthilfe, erschien in einer Situation, in der der Wohnungsbau weder am Kapitalmarkt noch bei der öffentlichen Hand genügend Mittel fand, als nachgerade ideales Instrument zur Ankurbelung des Wohnungsbaus. (3) Die Regierung Adenauer setzte aus gesellschaftspolitischen Erwägungen besonders stark auf den Eigenheimbau. Anfangs erlaubte die allgemeine Wohnungsknappheit es noch nicht, eine solche Priorität durchzusetzen. Doch in dem Maße, in dem der übergroße Mangel sich entspannte, wuchs der Spielraum für die Eigenheimförderung und damit für die Unterstützung der Bausparkassen. Neben die bereits bestehende steuerliche Förderung trat bald die direkte Subventionierung des Bausparens. (4) Die Immobilie hatte nach zwei Inflationen bei der Bevölkerung mehr Attraktivität als je zuvor gewonnen. Ein Eigenheim zu bauen war für immer mehr Menschen ein vorrangiges Sparziel geworden. Das Neugeschäft der Bausparkassen boomte“ (Schulz, a.a.O., S. 99f). Die Daten zeigen die Hauptentwicklungen: einen gewaltigen Anstieg der Vertragsbestände; die Abfolge von Boom in den siebziger Jahren, Stagnation in den achtziger Jahren und erneuter Boom in den neunziger Jahren; fortschreitende Verschiebung der Anteile von den öffentlichen zu den privaten Bausparkassen. Die wohlfahrtsstaatliche Steuerung des Bausparwesens erreichte eine neue Qualität durch das Eingreifen mit Subventionen. Die Wohnungspolitik der ersten Nachkriegsjahrzehnte verknüpfte die Eigenheimpolitik mit der Förderung privater Vermögensbildung. Dazu trug die Arbeitnehmersparzulage bei, die man auch fürs Bausparen in Anspruch nehmen konnte. 1952 führte das Wohnungsbauprämiengesetz staatliche Prämien für Bausparleistungen ein. Die Wohnungsbauprämien wurden ein regelrechter „Treibsatz“ für die Entwicklung der Bausparkassen. Die Untersuchung beschäftigt sich ferner mit der Beantwortung der Frage, wie viele und welcherart Wohnungen die Bausparkassen finanzierten (Wohnungen in Eigenheimen, in Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, sowohl Neubau als auch Kauf). Themen Datentabellen im Recherche- und Downloadsystem HISTAT (Thema: Bautätigkeit, Wohnen) Tab. 1: Entwicklung des Bauspargeschäfts (1959-1995)Tab. 2: Von den öffentlichen Bausparkassen mitfinanzierte Wohnungen, Neubau (1958-1996)Tab. 3: Von den öffentlichen Bausparkassen mitfinanzierte Wohnungen, Kauf (1959-1996)Tab. 4: Anteile der Berufsgruppen der Sparer an den öffentlichen Bausparkassen (1936, 1966, 1996)Tab. 5a: Marktanteile finanzwirtschaftlicher Unternehmen bei der Finanzierung des Wohnungsbaus (1970-1997)Tab. 5b: Bestände finanzwirtschaftlicher Unternehmen bei der Finanzierung des Wohnungsbaus (1970-1997)
提供机构:
GESIS Data Archive
创建时间:
2012-01-10
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