Bedürfnisökologie von Organisationen
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Dieser Beitrag entwickelt die Bedürfnisökologie als integratives theoretisches Rahmenmodell – als Erweiterung des Bedürfnis-Subsumtionsmodells der Liebe (BSL; Wagner, 2026a) auf den organisationalen Kontext. Organisationen werden als dynamische Ökosysteme verstanden, in denen fünf grundlegende Bedürfnisse – Autonomie, Kompetenz, Verbundenheit, Sinn und Sicherheit – wie Ressourcen zirkulieren, sich vernetzen und wechselseitig beeinflussen. Das Modell operiert auf vier aufsteigenden Ebenen: der individuellen Bedürfnisbilanz (Ebene I), der kollektiven Resonanz im Team (Ebene II), der Pluralitätssensitivität auf Organisationsebene (Ebene III) sowie der Schnittstellen-Ökologie zwischen Partnerorganisationen (Ebene IV). Basierend auf der Selbstbestimmungstheorie (SDT), der Thriving-at-Work-Forschung, der Inklusionspsychologie und der interorganisationalen Vertrauenstheorie entwickelt das Modell eine formale Mehrebenenarchitektur mit eigenen Variablen je Ebene. Es grenzt sich explizit von verwandten Konzepten ab – insbesondere von Organizational Ecology (Hannan & Freeman), Need Crafting (Olafsen) und dem Job Demands-Resources Model (Bakker & Demerouti). Das Modell ermöglicht die Diagnose von Defiziten, die Prognose von Bindung, Leistung und Resilienz sowie die Ableitung gezielter Interventionen auf allen vier Ebenen. notReviewed other



