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PSYNDEX Tests Review für BISAD - Beobachtungsinstrument für das Schmerzassessment bei alten Menschen mit schwerer Demenz

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PsychArchives2025-07-23 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/12409
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This is a PSYNDEX Tests Review of BISAD - Beobachtungsinstrument für das Schmerzassessment bei alten Menschen mit schwerer Demenz. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu BISAD - Beobachtungsinstrument für das Schmerzassessment bei alten Menschen mit schwerer Demenz. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: Das BISAD ist ein Instrument, das von Pflegefachkräften in Altenpflegeeinrichtungen verwendet werden kann, um zwischen PatientInnen mit und ohne Schmerzen zu unterscheiden. Es eignet sich für tägliche Schmerzbeurteilungen und anfängliche Schmerzeinschätzungen. Das BISAD unterstützt zudem die Forschung zu Schmerzen bei alten Menschen mit Demenz und fördert durch strukturierte Schmerzberichte die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen und ÄrztInnen. Aufbau: Das Verfahren besteht aus einer Acht-Item-Skala, wobei jeweils vier Items vor und während der Mobilisation einer Person bewertet werden. Die ersten vier Items der Ruhesituation bewerten Gesichtsausdruck, spontane Ruhehaltung, Bewegung und Beziehung zu anderen. Die weiteren vier Items der Bewegungssituation fokussieren auf die ängstliche Erwartung, auf Reaktionen während der Mobilisation, den Umgang mit schmerzenden Bereichen und geäußerten Beschwerden während der Pflege. Die Items sind mit 0 bis 4 Punkten bewertbar, wobei höhere Scores stärkere Ausprägungen des beobachteten Merkmals anzeigen. Das Verfahren kann von geschultem Personal durchgeführt werden, wobei das Hinzuziehen einer zweiten Person empfohlen wird. Kontinuität des Personals und eine vertrauensvolle Atmosphäre sind für die Gültigkeit der Ergebnisse wesentlich. Grundlagen und Konstruktion: Der theoretische Hintergrund des BISAD basiert auf zwei Modellen zur Schmerzkommunikation und -beurteilung bei nicht-verbal kommunizierenden Patienten, insbesondere bei Menschen mit schwerer Demenz. Der erste Ansatz beinhaltet ein Kommunikationsmodell in den drei Hauptkomponenten (1) Internes Schmerzerlebnis, das von verschiedenen Dimensionen beeinflusst wird, (2) Verschlüsselung dieses Erlebnisses in expressives Verhalten (verbal und/oder nonverbal) und (3) Entschlüsselung oder Interpretation dieses Ausdrucks durch andere. Der zweite Ansatz erweitert dieses Modell speziell für Demenzpatienten, indem er zwischen der physikalisch bedingten "Schmerzempfindung" und der durch persönliche Faktoren bestimmten "Schmerzwahrnehmung" unterscheidet. Für das BISAD-Verfahren wurde ein bestehendes französisches Beobachtungssystem (ECPA) ins Deutsche übertragen, um die Schmerzeinschätzung bei Demenzpatienten zu verbessern. Die deutsche BISAD-Version repliziert allerdings nur teilweise die Strukturder französischen Originalversion. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Reliabilität: Mitgeteilt werden interne Konsistenzen nach Cronbach von Alpha = .65 bis Alpha = .75 (BISAD in Ruhe) bzw. von Alpha = .66 bis Alpha = .77 (BISAD bei Bewegung). Zur Interraterreliabilität sowie zur Test-Retest-Reliabilität sind keine Angaben verfügbar. Validität: Die Validität des BISAD wurde anhand der Korrelation mit verschiedenen Schmerzindikatoren überprüft: (1) Einfache Ja/Nein Selbstauskunft über Schmerzen, (2) Herausfordernde Verhaltensweisen über das Cohen-Mansfield Agitation Inventory (CMAI), (3) Schmerzspezifische Mimik, analysiert durch das Facial Action Coding System (FACS), (4) Vorliegen von schmerzverursachenden Erkrankungen, dokumentiert durch medizinische Unterlagen. Höhere BISAD-Scores wurden erwartungsentsprechend in Bewegungssituationen und bei Vorliegen von schmerzverursachenden Erkrankungen festgestellt. Es zeigte sich ein Zusammenhang zwischen den BISAD-Scores und der Anzahl und Intensität der schmerzspezifischen Mimik sowie eine positive Korrelation mit verbal-aggressiven Verhaltensweisen bei Bewegung. Normen: Es ist nach Ansicht des Autors nicht möglich, bei schmerzbezogenen Beobachtungsinstrumenten feste Werte anzugeben, ab denen man sicher von einem vorliegenden Schmerz ausgehen kann. publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-07-23
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