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Materialitäten des Moments. Potentiale des Körpers als Archiv und Wissensspeicher

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DataCite Commons2022-06-07 更新2024-07-03 收录
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Performancekunst stellt den Prozess, das Momenthafte, die Präsenz der menschlichen Körper in den Mittelpunkt. Der Körper wird zum künstlerischen Ausdrucksmittel. Diese Kunstform wird auf Grund ihrer Flüchtigkeit gerne als Gegenbewegung zur objekt-orientierten Ausstellungspraxis von Kunstinstitutionen sowie den Mechanismen des Kunstmarktes bezeichnet. Das Archiv als Grundlage der westlich dominierten Wissensgesellschaft fordert in seiner exklusiven Logik die Materialisierung für eine Weiterschreibung dieser Kunstform. Wie soll also eine Zeitspanne, ein Raum, in dem sich Körper bewegen und aufeinander reagieren, gesammelt und archiviert werden? Wie verhält sich eine solche Kunstform zu ihren Materialitäten? Was kann alles Material sein? Vielleicht ist es an der Zeit, das Dogma von Text, Bild und Objekt als dominierendes wissenschaftliches Mittel der Überlieferung aufzubrechen. In diesem Artikel wird der Frage nach dem Verhältnis von Performancekunst und Materialität in Bezug zu Archivierung und Wissensproduktion nachgegangen. Anhand der Gegenüberstellung zweier ontologischer Betrachtungen wird die Problematik der Archivierung von Performancekunst skizziert und um eine epistemische Perspektive auf performative Praktiken als anzuerkennende Wissensformen erweitert. Weiters wird die Beziehung von Performance und Material anhand des Phänomens künstlerischer Destruktionsprozesse der 1960er- und 1970er-Jahre untersucht und versucht, den Begriff des Bewegungsmaterials aus dem Bereich der Tanzwissenschaften für die Performance fruchtbar zu machen. Abschließend wird die Einbeziehung physischer performativer Praktiken ins Archiv vorgeschlagen und anhand von Theorie und Praxis betrachtet.
提供机构:
Academy of Fine Arts Vienna
创建时间:
2022-06-07
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