PSYNDEX Tests Review für GRAFOS - Screening und Differentialdiagnostik der Grafomotorik im schulischen Kontext
收藏PsychArchives2025-07-23 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/12566
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资源简介:
This is a PSYNDEX Tests Review of GRAFOS - Screening und Differentialdiagnostik der Grafomotorik im schulischen Kontext. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu GRAFOS - Screening und Differentialdiagnostik der Grafomotorik im schulischen Kontext. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: GRAFOS (Sägesser Wyss & Eckhart, 2016) dient der Erfassung des grafomotorischen Entwicklungsstandes bei Kindern zwischen vier und acht Jahren. Mittels eines Screeningteils lassen sich im Kindergarten- oder Schullalltag Kinder mit Schreibschwierigkeiten bzw. grafomotorischen Auffälligkeiten einfach und ökonomisch identifizieren. Dadurch soll eine breitflächige und frühzeitige Förderung dieser Kinder ermöglicht werden, um Benachteiligungen in der Schul- und Bildungslaufbahn zu verhindern. Denn Schwierigkeiten beim Schreiben und mit der Handschrift wirken sich nicht nur negativ auf den Erwerb der Schriftsprache, das schulische Lernen und die Motivation aus, sondern können bis in das Erwachsenenalter hinein beeinträchtigend sein. Kinder mit auffälligen Werten im Screening können in der anschließenden Differentialdiagnostik vertiefend untersucht und darauf basierend gezielt gefördert werden. Aufbau: GRAFOS besteht aus insgesamt drei Verfahrensteilen für ein zweistufiges Vorgehen. (1) Stufe 1 Screening mit zwei Verfahrensteilen: (1A) Das Screening für das Zeichen- bzw. Schriftbild erfasst quantitativ Aspekte der Formwiedergabe (Skala Form, visuomotorische Koordination) und Strichführung (Skala Strich, Feinmotorik); Aufgabe des Kindes ist es, acht vorgegebene Symbole (Kreis, Dreieck, Viereck, vertikaler und horizontaler Strich, gekreuzte Linien, offener und geschlossener Bogen als Grundelemente der Schrift) jeweils sechsmal in ein ansprechend gestaltetes Arbeitsblatt zu zeichnen. (1B) Der Beobachtungsbogen (Screening Schreibverhalten) erfasst qualitative Aspekte des Schreibverhaltens und der Zeichen- bzw. Schreibmotivation. Vier Beobachtungsbereiche mit 11 Aspekten werden mittels vorgegebener Beschreibungen als unauffällig oder auffällig kategorisiert: (1) Haltung (Sitz-, Stift- und Kopfhaltung); (2) Bewegungsfähigkeit (Bewegung des Schreibarms, Bewegungsimpuls beim Schreiben undArbeitstempo); (3) Zeichnen (Zeichnen und Symbolisieren, Motivation zum Zeichnen und Ausdauer); (4) Schreiben bei Schulkindern (Motivation zum Schreiben und Ausdauer). (2) Stufe 2 Differentialdiagnostik (14 Aufgaben): (a) Erfassung des allgemeinen grafomotorischen Entwicklungsstandes (mit 8 der 14 Aufgaben), Zeichnen aus der Armbewegung (Aufgaben 1, 2 und 3), Zeichnen aus Handgelenks- und Fingerbewegungen (Aufgaben 4 bis 7 und 13); (b) Erfassung einzelner Entwicklungsbereiche zur Differenzierung des Förderbedarfs (14 Aufgaben zu 10 Bereichen), Grobmotorik, Mitbewegungen der passiven Hand, Feinmotorik, Kopfbewegungen, Augenfolgebewegungen, Strichführung, Formwiedergabe, Visuelle Wahrnehmung, Erkundungsbewegungen und Visuelles Gedächtnis; hierzu erhält das Kind verschiedene spielerische Aufgaben, in denen entweder auf Arbeitsblättern zeichnen oder Formen bzw. Alltagsgegenstände ertasten und benennen muss. Grundlagen und Konstruktion: Das Verfahren ist nach den Prinzipien der Klassischen Testtheorie validiert. Die Konzeption von GRAFOS beruht auf entwicklungspsychologisch relevanten Erkenntnissen zur Grafomotorik und orientiert sich bei der Auswahl relevanter Dimensionen an der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen (ICF-CY). Aufgaben für das Screening des Zeichen- bzw. Schriftbildes wurden in Anlehnung an vergleichbare Verfahren konzipiert. Zwischen den beiden Skalen Form und Strich zeigen sich zwar große Überschneidungen sowohl in der Faktoren- als auch in der Korrelationsanalyse, dennoch wurde eine getrennte Erhebung aus diagnostischen Gründen beibehalten. Die Screeningitems weisen hohe Trennschärfen auf (Durchschnittswert Skala Form rit = .67, Skala Strich rit = .69, alle Trennschärfen rit > .50). Für die Differentialdiagnostik werden Trennschärfen zwischen rit = .41 und rit = .80 sowie zum Teil substantielle Zusammenhänge zwischeneinzelnen Skalen berichtet, die jedoch als theoretisch plausibel und Ausdruck der wechselseitigen Abhängigkeit grafomotorischer Teilkompetenzen anzusehen sind. Zwischen den Bereichen des Screeningbeobachtungsbogens und korrespondierenden Bereichen der Differentialdiagnostik bestehen schwache bis mittlere Zusammenhänge, die aufgrund der unterschiedlichen Messtiefe (grob im erstgenannten versus genau im zweitgenannten Verfahrensteil) plausibel und erwartungsgemäß sind. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Reliabilität: Die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) für die beiden Screeningskalen (Schriftbild) liegen bei Alpha = .88 für Form und bei Alpha = .90 für Strich. Die Interraterreliabilität (gewichtetes Kappa für Ordinaldaten) für dieses Screening liegt bei ICC = .82 für die Skala Form und bei ICC = .69 für die Skala Strich. Bei der Differentialdiagnostik liegen die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) für die 10 der 14 Skalen mit mehr als einem Item zwischen Alpha = .70 und Alpha = .93. Validität: Das Screening zum Zeichen- bzw. Schriftbild wurde mit insgesamt 1 229 Kindern validiert (642 Jungen und 587 Mädchen). Die Validierung des Screeningbeobachtungsbogens sowie der Differentialdiagnostik erfolgte mit 106 Kindern, die sich aufgrund auffälliger grafomotorischer Befunde in Therapie befanden. Die Konstruktvalidität des Screenings zum Zeichen- bzw. Schriftbild konnte nicht einwandfrei bestätigt werden, wurde aus diagnostischen Gründen jedoch beibehalten. Die Kriteriumsvalidität dieses Verfahrensteils wurde in einem Vergleich von Kindern mit und ohne Förderbedarf belegt. Die konvergente Validität der Differentialdiagnostik wurde für sechs Skalen über Zusammenhänge mit konstruktnahen Verfahren geprüft. Dabei waren die Korrelationen mit externen Verfahren (mit einer Ausnahme) signifikant und lagen zwischen r = .35 und r = .58, die Korrelationen mit korrespondierenden Skalen des Screeningbeobachtungsbogen lagen zwischen r = .29 und r = .35. Normen: Die Screeningwerte (Zeichen- bzw. Schriftbild) wurden an einer Stichprobe von N = 1 145 Kindern normiert. Es liegen Vergleichswerte als Erwartungswert für die Altersstufe (M) sowie Abweichungsbereiche mittel (1 bis 2 SD unter M) und hoch (2 SD und mehr unter M) vor. Das Normierungsjahr wird nicht genannt. publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-07-23



