Der Gegenübertragungstraum - oder: Das Ping-Pong-Spiel der beiderseitigen Unbewussten
收藏PsychArchives2022-11-21 更新2026-04-25 收录
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In einem Brief an Freud hatte Lou Andreas-Salomé wegen des ihr unverständlichen Stillstands einer Analyse um Rat gefragt. Freud antwortete: >>Was man nicht deklinieren kann, das sehe man als - Übertragung an<< (Freud und Andreas-Salomé, 1966/1980, S. 133, Brief vom 23.3.1923). Er variiert damit die alte Grammatikregel: Was man nicht deklinieren kann, das sehe man als ein Neutrum an. Es handelt sich um keine feste grammatische Gesetzmäßigkeit wie >>Alle Substantiva mit der Endung -um sind Neutra<<, sondern um eine mehr pragmatische Regel zum Einsortieren. Diese Äußerung mag belegen, wie Freud die Übertragung auffasste: nicht als etwas faktisch Gegebenes, sondern als etwas zu Unterstellendes und - vor allem modischen Konstruktivismus - in der Analyse zu >>Konstruierendes<< (vgl. Freud, 1937d). Es ist nützlich, sich immer wieder Stellen wie diese in Freuds Schriften vor Augen zu halten, um nicht dem verbreiteten trügerischen Begriffsrealismus zu verfallen: Wenn es das Wort gibt (Übertragung, Ödipuskomplex oder was auch immer), dann gibt es auch den damit bezeichneten Sachverhalt. Das ganze Buch erhalten Sie bei Ihrem Buchhändler. Online-Bestellung aufgeben: http://buchhandel.bvdep.com/TitelSuche.asp?Func=Search%26Caller=vlbPublic%26isbn=978-3-525-40164-4 unknown unknown
提供机构:
Bittner, Günther
创建时间:
2022-11-21



