PSYNDEX Tests Review für MUT - Moralisches-Urteil-Test
收藏PsychArchives2025-08-07 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/16146
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资源简介:
This is a PSYNDEX Tests Review of MUT - Moralisches-Urteil-Test. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu MUT - Moralisches-Urteil-Test. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: Der MUT wurde für Grundlagenforschung und die Evaluation von Programmen zur Förderung der moralischen Urteilsfähigkeit entwickelt. Er ermöglicht die simultane Erfassung von moralischen Einstellungen (affektiver Aspekt) und moralischen Kompetenzen (kognitiver Aspekt). In neuerer Zeit kommt der MUT verstärkt bei der Evaluation von Methoden der Moralförderung zum Einsatz, da er sich einerseits als unempfindlich gegenüber Simulationen erwiesen hat, andererseits aber als sensitiver gegenüber wirklichen Entwicklungen der moralischen Urteilsfähigkeit als andere Fragebögen. Aufbau: Das Verfahren besteht in seiner Standardform aus zwei Dilemma-Geschichten. Im sog. "Arbeiter- oder Diebstahl-Dilemma" wird das Problem eines Gesetzesbruches zur Durchsetzung eines anderen Gesetzes behandelt, im sog. "Arzt- oder Euthanasie-Dilemma" wird der Konflikt zwischen der Erhaltung von Leben und der Beendigung unerträglicher Leiden vorgegeben. Aufgabe des Probanden ist es zu beurteilen, ob er einmal die in den jeweiligen Geschichten getroffenen Entscheidungen befürwortet oder ablehnt, zudem muss er Argumente, die für bzw. gegen die dargestellte Entscheidung sprechen, auf ihre Akzeptabilität beurteilen. Die Argumente sind dabei so gewählt, dass sie die sechs Kohlbergschen Stufen (1969) des moralischen Urteilens repräsentieren. Grundlagen und Konstruktion: Ziel der Entwicklung des MUT war es, eine Methode zur Erfassung der individuellen moralischen Urteilsfähigkeit zu entwickeln, wie sie von Kohlberg (1964) definiert wurde: die Fähigkeit, nach eigenen moralischen Prinzipien zu urteilen und gemäß dieser Urteile zu handeln. Zugrund gelegt wurde dabei die "Zwei-Aspekte-Theorie" des moralischen Verhaltens von Lind (2002a, 2002b). Die Änderungen gegenüber der Kohlberg-Methode des klinischen Interviews betreffen (1) die Erhebung (Beurteilung statt Produktion von Argumenten: Ausprägung der Akzeptabilität statt Häufigkeit der Nennung) und (2) die unvermengte Berechnung von Messwerten für moralische Einstellungen und für moralischen Fähigkeiten statt nur eines Indexes, der beide Aspekte vermengt). Dem MUT liegt eine theoriegeleitete Konstruktion nach dem Konzept des "Experimentellen Fragebogens" zugrunde, d.h. er wurde als N = 1 Experiment mit einem 2 x 2 x 6 Design konzipiert (2 Dilemmas: Euthanasie & Diebstahl, 2 Positionen zur Dilemmalösung:Pro vs. Contra, 6 moralische Orientierungen sensu Kohlberg). Empirische Prüfung und Gütekriterien: Der MUT kann in bezug auf Durchführung und Auswertung als objektiv angesehen werden. Die Interpretation der Kennwerte liegt teilweise auf der Hand (z.B. die Rangreihe der Stufenpräferenz), teilweise ergeben sich Schwierigkeiten, die durch den derzeitigen Stand der Theoriebildung bedingt sind. Reliabilität: Im Rahmen der Methodologie, die dem MUT zugrunde liegt, wird die Antwortkonsistenz oder -inkonsistenz nicht als reine Eigenschaft des Messinstruments angesehen, sondern (a) individuell aufgeschlüsselt und (b) in Bezug zu affektiven Dispositionen gesetzt, an denen der Befragte sein Antwortverhalten orientieren könnte. Validität: Der MUT beansprucht inhaltliche bzw. theoretische Validität. Empirisch wird die Validität anhand von vier theoretisch und empirisch abgesicherten Kriterien geprüft: (1) Monotoner Anstieg der Präferenzen für die sechs moralischen Orientierungen nach Kohlbergs Stufenmodell von Stufe 1 (starke Ablehnung) bis Stufe 6 (Zustimmung), (2) Quasi-Simplex der Interkorrelationen der Präferenzwerte der sechs Stufen, (3) Affektiv-kognitive Parallelität (Korrelationen zwischen den Stufenpräferenzen und dem C-Index für den kognitiven oder Kompetenzaspekt, (4) Positive und psychologisch bedeutsame Korrelation (r > 0.30) zwischen dem C-Index (moralische Urteilsfähigkeit) und dem Umfang (und der Qualität) der Bildungserfahrungen. Normen: Der MUT beansprucht kategoriale Repräsentativität in Bezug auf die Messdimensionen, nicht aber Verteilungsrepräsentativität in Bezug auf bestimmte Befragungspopulationen. publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-08-07



