Auf die Beziehung kommt es an. Relationale Determination im interpersonellen und intrapsychischen Erleben It's the relationship that counts. Relational Determination in Interpersonal and Intrapsychic Experience
收藏PsychArchives2021-12-02 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/4678
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Der Artikel bespricht das Prinzip der relationalen Determination von Bedeutung (RD). Es besagt, dass die Bedeutung eines Sachverhalts oder Vorgangs von deren Einbettung in eine Beziehung bestimmt wird. Dieses Prinzip wurde von Solomon Asch (1952) beschrieben, wobei er sich auf Karl Dunckers Kritik des ethischen Relativismus von 1939 stützte und diese weiter ausarbeitete. Die Anwendung der RD-Konzeption auf menschliche Konflikte hilft, die Möglichkeit der Verstehbarkeit und sogar der Versöhnbarkeit von Wertdifferenzen aufzuzeigen - durch die Kultivierung eines relationalen Verständnisses. Ziel dieses Beitrags zur Gestalttheoretischen Psychotherapie ist es, die Anwendung der RD über den interpersonellen/gesellschaftlichen Bereich hinaus auszudehnen – auf intrapsychische Konflikte und insbesondere auf die psychische Polarisierung, die eine verabsolutierende, dualistische Moral hervorgebracht hat. Eine solche relationale Sichtweise widerspricht den Grundannahmen, über die sich der moralische Absolutismus und der Relativismus einig sind. Solche Annahmen führen zur unreflektierten Schlussfolgerung von unüberbrückbaren moralischen Differenzen, die sowohl Individuen als auch Gruppen voneinander trennen, womit jegliche Grundlage für ein wechselseitiges Verstehen geleugnet wird. Solche Auffassungen berücksichtigen die Kontexte nicht, die den Bedeutungen und Wertungen zugrunde liegen. Unterschiede in Bewertungen und deren Veränderung müssen keine fundamentalen Unterschiede in der Moral darstellen, sondern können auf Unterschiede im Verständnis der Situation zurückgehen. Das Potential für Verständnis und Versöhnung, das die RD für zwischenmenschliche und gesellschaftliche Konflikte aufzeigt, besteht jedoch auch für intrapsychische Konflikte. Auch bei solchen innerpsychischen Konflikten geht es darum, verabsolutierende Annahmen unüberbrückbarer Differenzen zu überwinden. Einbezogen wird die Arbeit von Erich Neumann, dessen “neue Ethik” eine tiefenpsychologische Perspektive auf diese gestalt- und feldtheoretische Sicht liefert. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Verlag Wolfgang Krammer, Wien
创建时间:
2021-12-02



