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PSYNDEX Tests Review für FAMOS - Fragebogen zur Analyse Motivationaler Schemata

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PsychArchives2025-07-25 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/12905
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This is a PSYNDEX Tests Review of FAMOS - Fragebogen zur Analyse Motivationaler Schemata. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu FAMOS - Fragebogen zur Analyse Motivationaler Schemata. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: Der Fragebogen zur Analyse Motivationaler Schemata kann bei Erwachsenen zu Beginn einer Psychotherapie eingesetzt werden, um deren motivationale Determinanten des Verhaltens und Erlebens zu erfassen und diese Informationen für die Therapieplanung nutzbar zu machen. Aufbau: Der FAMOS besteht aus 94 Items, von denen 57 Items Annäherungsziele und 37 Items Vermeidungsziele beschreiben. Jedes Item ist auf einer fünfstufigen Antwortskala zu beantworten. Die Annäherungsitems werden zu 14 Annäherungsskalen, die Vermeidungsitems zu 9 Vermeidungszielskalen zusammengefasst, wobei jede Skala 3-5 Items enthält. Es liegen eine Patienten- und eine Therapeutenfassung vor. Grundlagen und Konstruktion: Theoretischer Hintergrund des Fragebogens ist die Konsistenztheorie von Grawe (1998). Dabei wird davon ausgegangen, dass motivationale Ziele hierarchisch organisiert sind und dass zwischen Annäherungszielen (positiv bewertete Ziele, die zu einer Bewegung auf sie zu motivieren) und Vermeidungszielen (negativ bewertete Ziele, die zu einer Bewegung von ihnen weg motivieren) unterschieden werden kann. Da kein existierender Fragebogen alle aufgestellten Kriterien erfüllte (u.a. Unterscheidung Annäherungs- und Vermeidungsziele, ökonomisch einsetzbar, Selbst- und Fremdbeurteilungsinstrument), wurde mit dem FAMOS ein neues Verfahren konzipiert. Hierzu wurde ausgehend von Schemaanalysen psychotherapeutischer Sitzungen ein Pool von Zielinhalten formuliert und zu 231 Annäherungsziel- und 138 Vermeidungszielinhalten extrahiert sowie um 48 Annäherungsziele aus der Zieltaxonomie von Ford (1992) ergänzt. 30 Therapeuten sortierten die Inhalte, so dass zuletzt eine gemeinsame Taxonomie von 13abstrakten Annäherungs- und 12 Vermeidungszielkategorien sowie 40 bzw. 30 konkretere Kategorien entstanden. Eine darauf basierende erste Fragebogenversion wurde als Selbst- und Fremdbeurteilungsinstrument entwickelt. Anhand von Hauptkomponentenanalysen an verschiedenen Stichproben wurden 12 Hauptkomponenten für Annäherungsziele und 10 Faktoren für Vermeidungsziele unterschieden. Anschließend wurde der Fragebogen hinsichtlich der Verständlichkeit verbessert, außerdem wurden Items aus den Bereichen Affiliation, Selbstvertrauen und Intimität hinzugefügt. Es resultierte ein Fragebogen mit 107 Items zu Annäherungszielen und 73 Items zu Vermeidungszielen. Die Endversion des FAMOS wurde aufgrund der für Annäherungs- und Vermeidungsziele getrennt durchgeführten Hauptkomponentenanalysen erstellt, wobei jede Skala mindestens 3, höchstens 5 Items enthalten sollte. Nach der letzten Hauptkomponentenanalyse der Annäherungsziele ergaben sich 14 Hauptkomponenten bei einer Varianzaufklärung von 67.9%,bei den Vermeidungszielen 9 Hauptkomponenten bei einer Varianzaufklärung von 64.5%. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Reliabilität: Die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) der Durchschnittswerte lagen für verschiedenste Stichproben für die Annäherungsziele zwischen .73 (Wirtschaftsstudenten) und .85 (ambulante Psychotherapiepatienten, Normalpersonen) und für die Vermeidungsziele zwischen .51 (Wirtschaftstudierende) und .85 (stationäre Rehabilitationspatienten). Die Retestreliabilitäten (1 Woche) der Annäherungsziele lagen zwischen .70 und .89 (Mittelwert .83), die der Vermeidungsziele zwischen .68 und .84 (Mittelwert .75). Für einen 4-Monatszeitraum ergaben sich für die Annäherungsziele Retestreliabilitäten zwischen .52 und .88 (Mittelwert .78), für die Vermeidungsziele zwischen .35 und .78 (Mittelwert .64). Die Stabilität des Verhältniswertes zwischen Annäherung und Vermeidung betrug .77 (1 Woche) bzw. .68 (4 Monate). Validität: Bei Psychotherapiepatienten spielten erwartungsgemäß die Vermeidungsziele hinsichtlich fast aller Skalen eine signifikant größere Rolle als bei Normalpersonen. Theoriekonform ergab sich bei einer Stichprobe von Psychotherapiepatienten ein signifikanter Zusammenhang zwischen der mittleren Ausprägung von Vermeidungszielen und Maßen psychischer Probleme (psychopathologische Symptome, soziale Unsicherheit, zwischenmenschliche Probleme). Motivationale Ziele korrelierten in erwarteter Richtung mit Persönlichkeitseigenschaften. Normen: Normen (T-Werte) liegen aus einer nicht repräsentativen Stichprobe für die Gesamtstichprobe (n = 1087, 15-95 Jahre, Altersdurchschnitt 38.69, 57.9% weiblich) und geschlechtsgetrennt für verschiedene Altersgruppen vor (< 30, 30- 40 Jahre und > 40 Jahre). Außerdem werden Mittelwerte und Standardabweichungen von 248 ambulanten Psychotherapiepatienten, 169 stationären Rehabilitationspatienten, 133 Psychologiestudierenden, und 77 Wirtschaftsstudierenden angegeben. publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-07-25
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