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Jungs und junge Männer, die sich selbst verletzen – ein Ansatz zur Biografie- und Lebensweltorientierung Boys and young men who injure themselves – a biographical and environmental approach

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PsychArchives2024-06-26 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/10372
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Das Drehbuch Männlichkeit wird im gesellschaftlichen Modernisierungsprozess entgrenzt und generiert eine neue männliche »Verletzungsoffenheit«. Bisher galt die »psychisch gestörte junge Frau« als Prototyp des selbstverletzenden bzw. selbstschädigenden Verhaltens. Es erscheint aber sinnvoll und notwendig, jenseits der traditionellen Genderdiskurse auf einen Wandel der Konstruktion von Männlichkeit (und Weiblichkeit) zu reflektieren, dass nämlich männliche Verletzungsmächtigkeit und männliche Selbstverletzung nicht widersprüchlich sind. Zigtausende Jungen und junge Männer »ritzen« sich. Sie erleben seelisches Leid, aber spüren auch die Erwartung, dass sie »coole« Jungen sein müssen, um »richtige« Männer zu werden. Warum aber wird das selbstverletzende Verhalten bei Jungen tabuisiert? Weil traditionelle Männlichkeitsmythen keine Selbstverletzung erlauben! Der Junge darf aggressiver Täter sein; autoaggressives Opfer aber nicht. Männlichkeit ist für viele Jungen ein Stressfaktor. Es geht darum, starke entgegenkommende Beratungs-, Hilfs- und Handlungszusammenhänge zur Bewältigung schwieriger und kritischer Passagen der Männlichkeitssozialisation zu entfalten. Throughout social modernization the story board for «masculinity« has increasingly been extended, also generating a new male «openness for injuries«. Up to now, the mentally disturbed young female seemed to be prototypical for selfabusive or self harming behaviour. However, despite traditional gender discourses, now it seems useful and necessary to focus on changed constructions of masculinity as well, since male injury thickness and self harming are not contradictory. Many boys and young men are «cutting« themselves. They experience mental pain, but also want to be «cool« boys in order to become «real« men. But why is their selfabusive behaviour tabooed? It is because of traditional myths of masculinity, which don't permit male selfinjury. Boys may be aggressive perpetrators but hardly autoaggressive victims. For many boys masculinity is a stress factor. Hence, it is necessary to develop stronger advisory, auxiliary and supportive means in order to cope with these difficult and critical passages of male socialization. peerReviewed publishedVersion
提供机构:
Psychosozial-Verlag
创建时间:
2024-06-26
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