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Qualität der Medienberichterstattung zur Minarettinitiative

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DataCite Commons2026-04-05 更新2026-05-07 收录
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Die Berichterstattung zur Minarettinitiative steht im Kontext einer fast ausschliesslich auf internationale Konfliktereignisse (Krieg, Terror) und auf die Libyenaffäre ausgerichteten Medienaufmerksamkeit für Muslime. In diesem konfliktgeladenen Kontext mit Fokus auf islamistische Terroristen erhalten pauschale Typisierungen und rigide Differenzsemantiken*, die mehrheitlich von den Befürwortern der Initiative stammen, mediale Resonanz. Die Dynamik der Berichterstattung wird durch das Minarettplakat und das Internetminarettspiel der Befürworter bestimmt. In der intensivsten Phase der Berichterstattung in den letzten zwei Monaten vor der Abstimmung herrscht eine episodische Berichterstattungsform vor. Zudem ist die Diskussion stark durch eine Fokussierung auf Formfragen (Stil, Tabubrüche) statt auf Inhalte gekennzeichnet. Auseinandersetzungen um die Angemessenheit der Problematisierungen der Muslime in der Schweiz oder um das Verhältnis von Rechtsstaat und Demokratie können sich medial kaum Gehör verschaffen. Auffallend ist die Ungleichverteilung zwischen den befürwortenden Parteien (drei Viertel der Parteienresonanz) und den ablehnenden Parteien (ein Viertel der Parteienresonanz). Damit kehren sich in der Medienberichterstattung die Mehrheitsverhältnisse im Parlament exakt um. Im Unterschied zur Debatte im Parlament inszenieren die Medien das Plebiszit als Auseinandersetzung zwischen befürwortenden Parteien und Muslimen. Gegner wie Befürworter der Initiative setzen sich praktisch nicht mit den Argumenten der jeweils anderen Seite auseinander. Auch hartnäckige Stereotypen bleiben deshalb unwidersprochen.
提供机构:
Schwabe Verlag
创建时间:
2021-06-05
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