Wohnungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland: Subventionen in der Wohnungswirtschaft 1950 – 1980.
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https://search.gesis.org/research_data/ZA8495?doi=10.4232/1.10715
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Nach Inkrafttreten bedeutender wohnungspolitischer Gesetze in den ersten 20 bzw. 30 Jahren der Bundesrepublik Deutschland (Ersten und Zweites Wohnungsbaugesetz; Wohnungsbau – Prämiengesetz; Wohngeldgesetz; Städtebauförderungsgesetz) haben die damit verbundenen Hilfen („Subventionen“, den Finanzhilfen bzw. Steuervergünstigungen, die unmittelbar privaten Haushalten zufließen, indirekt aber für das Wirtschaftsgeschehen von Bedeutung sind, werden die Subventionen für das Wohnungswesen zugerechnet; hierzu zählt auch die Förderung der Sparkapitalbildung bei Bausparkassen) bis Ende 1980 maßgeblich zur Errichtung von 16,7 Millionen Wohnungen (davon: 7,1 Millionen Familienheime) und zur Modernisierung des Wohnungsbestandes beigetragen. Die Vermögensbildung erhielt entscheidende Impulse. Es wurden direkte Transferleistungen (öffentliche Mittel, Wohnungsbauprämien etc.) und Steuervergünstigungen (Grundsteuerermäßigung, erhöhte Abschreibung nach § 7b EStG, Abschreibung nach § 82a EStDV etc.) gewährt. Das Volumen erhöhte sich um weitere, nicht exakt quantifizierbare Steuermindereinnahmen, die sich aus den Regelungen des allgemeinen Steuerrechts ergeben (u.a. fiskalische Konsequenzen der Bauherrenmodelle). Berücksichtigt werden müssen ferner die Steuermindereinnahmen infolge der nicht mehr zeitgemäßen Einheitswerte. „Insofern müsste die Fragestellung des Autors „Subventionen ohne Gegenleistung?“ um ein ausdiskutiertes Problem handeln, da davon ausgegangen werden kann, dass Steuermindereinnahmen und Mittelhergabe integrale Bestandteile bewussten politischen Handelns und nicht willkürliche Verteilung von Wahlgeschenken sind. Tatsächlich liegt aber ein terra incognita vor. Das Ausmaß der Wohnungsnot nach Ende des Zweiten Weltkriegs ließ zunächst keinen Raum für solche Erörterungen Deshalb setzte die systematische und gezielte Auseinandersetzung um die Verteilungswirkungen der Wohnungspolitik erst relativ spät ein, und zwar seit sich trotz des hohen Mitteleinsatzes Disparitäten in der Wohnungsversorgung herausbildeten und die finanziellen Restriktionen der öffentlichen Hand deutlich wurden“ (Kornemann, a. a. O., S. 42 f.). Unstrittig ist, dass die staatlichen Hilfen wesentlich zu der nachhaltigen Verbesserung der Wohnsituation in der Bundesrepublik Deutschland beigetragen haben. Der Autor fasst die wesentlichen Ergebnisse der staatlichen Fördermaßnahmen zur Eigenkapitalbildung und zur Miet- bzw. Lastensenkung sowie die Entwicklung des Wohnungsbauvolumens in Übersichten zusammen und schließt eine Kritik an den Leistungen und Instrumenten der amtlichen Wohnungspolitik an.
Datentabellen in HISTAT:A.01 Staatliche Fördermaßnahmen zur Eigenkapitalbildung, in Mill. DM (1950-1980)A.02 Staatliche Fördermaßnahmen zur Miet- bzw. Lastensenkung, Mill. DM (1950-1980)A.03 Wohnungsbauvolumen und Baufertigstellungen, in Mrd. DM (1950-1980)
创建时间:
2011-01-01



