Auflage von Tageszeitungen nach Besitz in der DDR 1989
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In der DDR erschienen im Jahr 1989 rund 70 Prozent der Tageszeitungen in von der SED geführten Blättern. Die Zeitungen der Blockparteien erreichten kombiniert nur acht Prozent. Dies verdeutlicht das Monopol des Staates im Hinblick auf Printmedien. Sozialistische DiktaturDie Sozialistische Einheitspartei Deutschlands nahm für sich selbst und den von ihr regierten Staat den Status einer Demokratie in Anspruch, in welcher bürgerliche Freiheiten mit den Errungenschaften des Sozialismus vereint wären. In der Realität jedoch war die DDR eine Diktatur, geprägt von einem Einparteiensystem. Eine politische Opposition in der Volkskammer, dem Parlament der DDR, fand praktisch nicht statt. Die sogenannten Blockparteien, welche offiziell eigenständig neben der SED existierten, waren jedoch dazu gezwungen, gemeinsam mit der SED eine einheitliche Parteiliste zu bilden. Darüber hinaus unterband das noch von Lenin selbst erlassene Fraktionsverbot die Herausbildung von unterschiedlichen politischen Strömungen. Weitere Sitze in der Volkskammer wurden von Vertretern der sogenannten Massenorganisationen, etwa der Freien Deutschen Jugend, besetzt. In der Praxis waren auch diese Positionen von Anhängern der SED besetzt. Pressefreiheit in der DDRNicht nur Dinge wie die Gewaltenteilung waren in der DDR nicht präsent, dies halt insbesondere auch für die Pressefreiheit. Nach Lenins Vorbild gilt die Presse nicht wie in einer Demokratie als "vierte Gewalt" oder der Aufklärung, sondern alleine der Verbreitung der sozialistischen Botschaft. Dementsprechend war der Zugang zu einem Journalistenstudium stark reglementiert und nur Bürger mit "einwandfreier sozialistischer Gesinnung" wurden dort zugelassen. Zudem waren Redaktionen stets der Zensur ausgesetzt und welche Inhalte veröffentlicht werden durften war streng eingeschränkt. In vielen Fällen wurden diversen Zeitungen sogar bereits fertige Texte zur Veröffentlichung durch die SED oder ihre diversen Organe übersendet. Die Zulassung neuer Redaktionen und Zeitungen war an sehr hohe Hürden geknüpft, insbesondere weil alle Verlage in der DDR der staatlichen "Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel" gehörten. Weitere Informationen finden Sie hier
在德意志民主共和国(DDR),1989年,约70%的日报均由德国统一社会党(SED)领导下的报纸出版。而各派别政党联合出版的报纸仅占8%。这一现象凸显了国家在印刷媒体方面的垄断地位。德国统一社会党自诩其领导和治理下的国家为一种民主,其中公民自由与社会主义成果得以融合。然而,在现实中,DDR实质上是一个由一党制主导的独裁政权。在人民议院(DDR的议会)中,几乎不存在政治反对派。官方独立存在的所谓派别政党,实际上被迫与SED共同组建统一的政党名单。此外,列宁亲自颁布的禁止派别活动法令,阻断了不同政治潮流的形成。人民议院中的其他席位由所谓的群众组织代表占据,例如自由德国青年组织,而这些职位也实际上由SED的支持者所占据。在DDR,不仅权力分立等概念未曾出现,尤其是新闻自由亦然。效仿列宁的模式,媒体并非如民主国家般被视为“第四权力”或启迪民众的工具,而仅仅是传播社会主义信息的渠道。因此,新闻学教育的准入受到严格规制,只有持有“纯洁社会主义思想”的公民才能被录取。此外,编辑部始终受到审查,允许发表的内容受到严格限制。在许多情况下,报纸甚至已由SED及其下属机构提供完成的文章供发表。新编辑部及报纸的批准设置了一系列极高的门槛,特别是在DDR所有出版社均隶属于国家“出版社和书店总管理局”的情况下。更多详细信息,请参考此处。
提供机构:
Statista



