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Der Krieg ist in unserer Gesellschaft bereits angelegt War is already inherent in our society La guerra è già insita nella nostra società

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PsychArchives2022-10-26 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/7579
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Eine intersubjektive Beziehung ist eine, in der das eine Subjekt das andere als Nicht-Ich, als anderes Ich anerkennt. Mit der Anerkennung der Differenz fällt die Über-Heblichkeit und damit das Machtgefälle, fällt Kontrolle und Verwaltung des zu beherrschenden ‹Objektes› weg, die Voraussetzung für jeden Krieg sind. Bindungen, die einen Herrschaftsdiskurs erschaffen, erfordern das Axiom der Schuld, das unentbehrliches Instrument zur Ermöglichung von Gefälle und Hierarchie, von Ausbeutung und Eigennutz ist. Der Träger der Schuld ist der Sündenbock, der nun legitim ausgegrenzt oder gar getötet werden darf. Zwischen Menschen, in Gruppen und Nationen, wird eine symbiotische Einheit und Einigkeit zelebriert und damit bleibt die Differenz ausgegrenzt. Es entstehen neue Formen der Lust, die nicht mehr eine Lust an der Differenz ist, sondern eine, der die Gewalt inhärent ist: Des einen Abwertung ist des anderen Aufwertung, die dann als Potentsein erfahren wird. Die Erniedrigung, die Bezwingung des anderen führt an der Lust an der eigenen Potenz vorbei, weil sie zu einer Lust am Leiden und an der Not des anderen wird und an diese gebunden bleiben. Der lustvolle Moment eines Voyeurs ist auch gegenüber dem eigenen Ich gewalttätig, weil dieses Ich als beteiligter Faktor ausgeschaltet wird und im Triumph seiner Nichtbetroffenheit Lust verspürt. Herrschaft ist nur möglich über ein hierarchisches Gefälle und der Kontrolle über das Begehren. Das alles ist Krieg. Krieg ist in unserer Gesellschaftsform bereits angelegt. An intersubjective relationship is one in which one subject recognises the other as a «not me» or «another me». Upon the recognition of this difference, arrogance and the resulting power gap are removed, and control and management of the dominated «object» is eliminated – producing the prerequisites for any war. Connections that create a discourse of power require an axiom of guilt – the essential instrument to make power gaps, hierarchies, exploitation, and self-interest possible. The bearer of the guilt is deemed the scapegoat, who can now be legitimately ostracised or even killed. Groups and nations enable people to celebrate a symbiotic unity and consensus creating the differences to facilitate ostracization. New forms of lust arise, no longer a lust for difference, but rather one in which violence is inherent: The degradation of one is the ascent of another, which is experienced by the latter as power. The humiliation and conquering of others, goes beyond a lust for power as it is bound with the lust for the suffering and misery of others. The lust-filled moment of a voyeur is also violent toward themselves as the participation of the self is eliminated and lust experienced in the triumph of remaining unaffected. Domination is only made possible via a hierarchical gap and retaining control of desire. All of this can be defined as war. War is already inherent in our society. notReviewed publishedVersion
提供机构:
Psychosozial-Verlag
创建时间:
2022-10-26
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