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Moralpsychologie: Die Reanalyse einer Untersuchung von 1913

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PsychArchives2017-06-14 更新2026-04-25 收录
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Es wird aufmerksam gemacht auf eine deutsche Untersuchung aus dem Jahre 1913 zur moralischen Entwicklung von Jugendlichen, die als eine Vorläuferuntersuchung zu den Arbeiten von L. Kohlberg angesehen werden kann. Diese Arbeit (Schaefer, M. 1913. Elemente zur moralisch-psychologischen Beurteilung Jugendlicher. Unter Zugrundelegung einer Prüfung an 1250 Gemeinde- und Fortbildungsschülern. Zeitschrift für pädagogische Psychologie und experimentelle Pädagogik, 14, 47-59, 90-98) wird einer Reanalyse unterzogen. In der Untersuchung ging es um die Auswertung von schriftlichen Antworten auf die Frage. "Warum ist Stehlen verboten?" Die Antworten wurden nach Altersstufen getrennt und mit einem von Schaefer gemeinsam mit dem Psychiater M. Levy-Suhl (in Anlehnung an A. Schopenhauer) entwickelten Kategoriensystem ausgewertet. Dabei zeigten sich einige Parallelen, jedoch auch gravierende Unterschiede zur Stufentheorie Kohlbergs. In der jetzt erfolgten Reanalyse und in einem Vergleich mit einer Untersuchung von A. Colby und L. Kohlberg erwies sich jedoch, das die Parallelen deutlicher wurden, wenn man die "Hauptgruppen" etwas anders zusammenfasste. Die Tatsache, dass es sich bei den beiden Untersuchungen einmal um amerikanische Jugendliche in den fünfziger bzw. sechziger Jahren, zum anderen um Berliner Schüler/innnen vor dem 1. Weltkrieg handelt, kann als Beleg für Kohlberg These der universellen Gültigkeit seiner Stufenkonzeption der moralischen Urteilsentwicklung herangezogen werden. peerReviewed publishedVersion

创建时间:
2017-06-14
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