Stereotype Threat als Ursache niedriger Leistungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem (Stereotype Threat)
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https://www.iqb.hu-berlin.de/fdz/studies?doi=10.5159/IQB_Stereotype_Threat_v1
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Ziel des Forschungsprojektes war es, den Einfluss fähigkeitsbezogener negativer Stereotype auf akademische Leistungen von Schülerinnen und Schüler mit (türkischem) Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem in verschiedenen Leistungsdomänen zu untersuchen. Es wurde postuliert, dass ein Teil der Leistungsunterschiede zwischen Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund auf das Vorhandensein negativer Stereotype über Migrantinnen und Migranten und der Aktivierung dieser negativen leistungsbezogenen Stereotypen in Testsituation zurück zu führen ist. In einer Reihe experimenteller Studien wurde in einem ersten Schritt die Aktivierung negativer Stereotype in Testsituationen systematisch variiert und ihr Einfluss auf die durchschnittliche Testleistung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern ohne Migrationshintergrund in sprachlichen und mathematischen Fähigkeitstests (z. B. PISA) untersucht. Dabei wurden die Konsequenzen der verschiedenen Arten der Stereotypaktivierung miteinander und mit Kontrollgruppen, in denen keine Stereotype aktiviert wurden, verglichen. In einem zweiten Schritt wurde untersucht, welche Rolle die Migrationsgeneration und das Alter der Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund beim Umgang mit der Aktivierung negativer Stereotype und deren Konsequenzen auf Leistung spielt. [Es konnte gezeigt werden, dass die Aktivierung leistungsbezogener negativer Stereotype die Testleistungen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund beeinflusst. Es gab einen signifikanten Unterschied zwischen Schülerinnen und Schülern mit türkischem Migrationshintergrund und deutschen Schülerinnen und Schülern hinsichtlich ihrer Mathematikleistungen, wenn vor dem Test auf leistungsbezogene Gruppenunterschiede hingewiesen wurde. Wenn vorab hingegen gesagt wurde, dass keine Gruppenunterschiede bestehen, zeigte sich auch kein Leistungsunterschied zwischen den beiden Gruppen.] (DIPF/Projekt/Projektträger).
Studienbeschreibung 1a: Es wurden implizite Intelligenztheorien als Moderator von Stereotype Threat erhoben. Als implizite Intelligenztheorien bezeichnet man die subjektive Überzeugung von Menschen, inwieweit ihre Intelligenz als unveränderbar (Entity-Theorie) oder durch Anstrengung veränderbar (Incremental-Theorie) wahrgenommen wird (Dweck, 1999). Die Kombination von Stereotype Threat, der eine Unveränderbarkeit der Fähigkeit der Eigengruppe impliziert, und der Unveränderbarkeitsüberzeugung in Bezug auf die eigene Fähigkeit sollte zu besonders starken Leistungseinbußen für türkischstämmige Migranten führen.
Studienbeschreibung 1b: Der Einfluss negativer Stereotype auf die mathematischen Leistungen türkischstämmiger Schülerinnen und Schüler wurde untersucht. In dieser Studie wurde zusätzlich zum Migrationshintergrund (keiner vs. türkischer), die Variable „selbstgewählte ethnische Gruppenzugehörigkeit“ erfasst.
Studienbeschreibung 1c DE: Es wurde geprüft, ob implizite Intelligenztheorien den Effekt von Stereotype Threat auf türkischstämmige Schülerinnen und Schüler moderieren (mit deutschem/r Versuchsleiter/innen).
Studienbeschreibung 3c: Fragebogenstudie zur von Gruppenidentifikation und Public Regard bei türkischstämmigen Migranten und den Kontakt zu Deutschen.
提供机构:
IQB - Institute for Educational Quality Improvement
创建时间:
2016-05-27



