Pollen records of 11 profiles from Wendland in northern Germany
收藏DataONE2017-08-05 更新2024-06-26 收录
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资源简介:
1) Ingesamt 11 Profile aus sechs Mooren und Seen im Gebiet des Hannoverschen Wendlandes wurden pollenanalytisch untersucht. Die Ablagerungen umfassen den Zeitraum vom Beginn der Älteren Tundrenzeit bis zur Gegenwart.
2) Die Waldgeschichte des Hannoverschen Wendlandes weist teils Merkmale der atlantisch geprägten Gebiete Nordwestdeutschlands, teils solche des kontinental beeinflußten nordostdeutschen Raumes auf und nimmt damit eine Zwischenstellung ein.
3) Die Kiefer wandert zu Beginn der Allerödzeit ein, d.h. später als im mecklenburgisch-märkischen Gebiet und im mitteldeutschen Trockengebiet. Im Verlauf der Allerödzeit bildeten sich hier wie dort lichte Kiefern-Birken-Wälder aus.
4) In der Jüngeren Tundrenzeit fand zunächst nur eine geringe Auflichtung der Wälder statt, und die Kiefer überwog weiterhin. Erst im späteren Verlauf dieser stadialen Phase breitete sich die Birke aus und verdrängte die Kiefer. Der späte Rückgang der Kiefer stellt eine Parallele zu der Entwicklung in Südostmecklenburg und in der Altmark dar. Die Abgrenzung dieser Phasen in der Jüngeren Tundrenzeit ist durch eine 14C-Datierung gesichert.
5) Noch im Atlantikum ähneln die Diagramme aus dem Gartower Talsandgebiet im Osten des Wendlandes in ihren hohen Kiefernanteilen denen der Sandergebiete in Brandenburg. Die Diagramme aus dem Moränengebiet des westlichen Wendlandes schließen dagegen mehr an die der östlichen Lüneburger Heide und des Hamburger Gebietes an. Dieser Unterschied wird auf edaphische Unterschiede zurückgeführt.
6) Seit dem frühen Subboreal glich auch die Vegetation des Gartower Gebietes mehr den buchenarmen Waldgesellschaften auf sauren Sandböden, wie sie im atlantischen Westen vorkommen. Die Kiefern sind fast ganz aus dem Waldbild verschwunden, wobei der rasche Rückgang zu Beginn des Subboreals sicher zu einem wesentlichen Teil vom Menschen beeinflusst worden ist. Die anschließende kiefernarme Zeit dauerte im gesamten Wendland bis zum Beginn der Kieferaufforstungen in der Neuzeit.
7) In allen untersuchten Diagrammen ist etwa seit dem Subboreal eine Besiedlung nachzuweisen. Diese muß im Osten des Wendlandes intensiver gewesen sein als im Westen. Es lassen sich Phasen geringer und intensiver Besiedlung nachweisen.
8) Seit Beginn des Subboreals ist das Waldbild schon so stark vom Menschen beeinflusst, dass die Ausbreitungsgeschichte der Laubwaldarten nicht ohne Berücksichtigung der Siedlungsphasen diskutiert werden kann. Besonders im Westen bestand eine ausgedehnte Lindenphase, die durch eine Siedlungszeit (Bronzezeit) beendet wurde. Beim folgenden Rückgang der Siedlungsintensität breitet sich bevorzugt die Hainbuche aus, die dann bei der nächsten Besiedlungsphase (Eisenzeit) zurückging. Erst danach erfolgte die maximale Rotbuchenausbreitung, die nur im Westteil des Wendlandes bedeutende Ausmaße zeigte, während im Ostteil rot- und hainbuchenreiche Eichenwälder entstanden.
9) Seit Beginn der mittelalterlichen Besiedlung ist dann der Eingriff des Menschen so stark gewesen, dass die edaphisch bedingten Unterschiede zwischen Moränen- und Sandergebieten im Pollenspektrum verwischt wurden. Sowohl die buchenreichen Wälder des westlichen als auch die buchenarmen Wälder des mittleren und des östlichen Teilgebietes müssen zu fast reinen Eichenwäldern geworden sein.
10) Calluna-Heiden sind im östlichen Wendland schon in vorgeschichtlicher Zeit nachzuweisen. Im Mittelalter und in der Neuzeit treten sie im gesamten Wendland auf. Etwa im 18. und 19. Jahrhundert war die Ausdehnung der Heideflächen am größten. Erst danach wurden sie im Zuge der Kiefernaufforstungen bis auf geringe Reste verdrängt.
11) Während in der spätglazialen Vegetation Juniperus auftritt, ist der Wacholder sowohl in vorgeschichtlicher als auch in geschichtlicher Zeit - im Gegensatz zur Lüneburger Heide - wohl niemals ein Bestandteil der anthropogenen Calluna-Heiden gewesen.
1) 总计对汉诺威文德兰德(Hannoversches Wendland)区域内6处沼泽与湖泊的11个剖面开展了花粉分析研究。沉积物记录的时间跨度自早苔原期(Ältere Tundrenzeit)伊始直至当代。
2) 汉诺威文德兰德的森林演化历史,兼具西北德大西洋气候影响区域与东北德大陆性气候影响区域的部分特征,因此处于过渡区位。
3) 松属植物(Kiefer)于阿勒罗德期(Allerödzeit)伊始侵入本区域,晚于梅克伦堡-马克区域与中欧干旱区域。阿勒罗德期内,本区域与上述区域同步形成疏林松桦林。
4) 晚苔原期(Jüngeren Tundrenzeit)初期,森林仅出现轻微疏开,松树仍占优势。直至该冰阶阶段后期,桦木属植物才得以扩张并取代松树。松树的后期退缩与东南梅克伦堡及阿尔特马克区域的演化进程一致。晚苔原期内各阶段的划分已通过14C测年(14C-Datierung)得到证实。
5) 直至大西洋期(Atlantikum),文德兰德东部加特河谷沙地区(Gartower Talsandgebiet)的花粉图谱以高松属占比为特征,与勃兰登堡沙地区的图谱相似。而文德兰德西部冰碛区(Moränengebiet)的花粉图谱则更接近吕讷堡石楠草原东部区域与汉堡区域的图谱。上述差异可归因于土壤基质差异。
6) 自亚北方期(Subboreal)早期起,加特河谷区域的植被也更趋近于大西洋期西部区域分布的酸性沙质土低山毛榉林群落。松树几乎完全从林相中消失,亚北方期伊始的快速退缩在很大程度上受人类活动影响。此后整个文德兰德区域的低松林阶段一直持续至近代人工松林造林开始之时。
7) 所有被分析的花粉图谱均显示,自亚北方期起便有人类定居活动的记录。文德兰德东部的定居强度应当高于西部,且可识别出定居强度较低与较高的两个阶段。
8) 自亚北方期伊始,林相便已受人类活动强烈影响,因此讨论阔叶树物种的扩张历史时必须结合定居阶段特征。文德兰德西部曾出现大规模椴树林阶段,该阶段随青铜时代定居期的到来而终结。随后定居强度下降,鹅耳枥得以扩张;及至下一阶段的铁器时代定居期,鹅耳枥又逐渐退缩。此后才迎来欧洲山毛榉扩张的鼎盛期,该阶段仅在文德兰德西部达到显著规模,而东部区域则形成了以山毛榉与鹅耳枥为主的栎林。
9) 自中世纪定居期开始,人类活动的干预强度大幅提升,使得冰碛区与沙地区之间原本由土壤基质决定的花粉谱差异逐渐消失。无论是西部以山毛榉为主的林分,还是中、东部区域以低山毛榉为主的林分,均几乎退化为纯栎林。
10) 欧石楠灌丛(Calluna-Heiden)在文德兰德东部的史前时期便已存在。中世纪至近代,欧石楠灌丛遍布整个文德兰德区域。18至19世纪左右,灌丛面积达到峰值,此后随着人工松林造林活动,仅残留少量斑块。
11) 晚冰期植被中曾出现刺柏属植物(Juniperus),但与吕讷堡石楠草原不同,无论史前还是历史时期,欧洲刺柏(Wacholder)均未成为人为干扰形成的欧石楠灌丛的组成部分。
创建时间:
2018-01-05



