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PSYNDEX Tests Review für IRAOS - Interview für die retrospektive Erfassung des Erkrankungsbeginns und -verlaufs bei Schizophrenie und anderen Psychosen

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PsychArchives2025-08-07 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/16396
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This is a PSYNDEX Tests Review of IRAOS - Interview für die retrospektive Erfassung des Erkrankungsbeginns und -verlaufs bei Schizophrenie und anderen Psychosen. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu IRAOS - Interview für die retrospektive Erfassung des Erkrankungsbeginns und -verlaufs bei Schizophrenie und anderen Psychosen. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: Bei IRAOS handelt es sich um ein semi-standardisiertes Erhebungsverfahren, das als Forschungsinstrument die retrospektive Erfassung des Verlaufs von schizophrenen und affektiven Psychosen, die Ermittlung des Erkrankungsbeginns und eine Dokumentation von Defiziten in der sozialen Anpassung erlauben soll. IRAOS kann bei Patienten oder bei ihren Bezugspersonen in Form eines Interviews eingesetzt oder aber auf der Grundlage von Krankenakten und Arztinformationen bearbeitet werden. Die Daten ermöglichen allein oder in Kombination mit anderen Instrumenten die Bearbeitung vielfältiger Fragestellungen, z.B. zu differentiellen Frühsymptomen und Symptomentwicklung, zu Unterschieden in Selbst- und Fremdwahrnehmung von Krankheitssymptomen oder zu Determinanten des Krankheitsverlaufs. Aufbau: IRAOS besteht aus fünf Abschnitten, in denen (I) allgemeine Informationen über den Patienten, (II) soziodemographische und anamnestische Angaben über die berufliche und private Entwicklung, (III) Episoden und Intervalle psychischer Störungen (d.h. deren zeitlicher Verlauf, Symptomatik und Behandlung) sowie (IV) Indikatoren psychischer Erkrankung (psychiatrisch relevante Symptome zum gegenwärtigen Zeitpunkt und in früheren Zeitabschnitten) erfasst werden und (V) eine Beurteilung der Informationsquellen vorgenommen wird. Grundlagen und Konstruktion: Das Verfahren wurde zu Beginn der 90er Jahre im Kontext einer Repräsentativerhebung (ABC-Schizophrenie-Studie) an Patienten mit schizophrener Erstmanifestation entwickelt und erprobt. Die Items entstammten international gebräuchlichen und bewährten Verfahren zur Erfassung soziodemographischer Variablen, Behandlungsvariablen, sozialer Behinderungen und psychiatrischer Symptome (z.B. Anamneseschemata, Symptomlisten und psychiatrische Klassifikationssysteme wie DSM-III und ICD-10); die Itemauswahl erfolgte aufgrund von inhaltlich-theoretischen Überlegungen und Expertenratings bzgl. der Frühsymptome schizophrener Psychosen. Die aktuelle Version des Verfahrens wurde um die in der ICD-10 angeführten Diagnosekriterien für affektive Psychosen erweitert. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Reliabilität: Die Überprüfung der Interraterreliabilität (30 Schizophrene, 2 unabhängige Beurteiler; berechnet wurden Kappa resp. Pairwise Agreements PA) erbrachte zumindest befriedigende Kennwerte (Kappa > = .62 für die Kontinuität soziodemographischer Verläufe, .77 < = PA < = .97 für die zeitliche Einordnung von soziodemographischen Veränderungen, .73 < = PA < = .97 für die verschiedenen Einschätzungen des Krankheitsbeginns). Eine Prüfung der Test-Retestreliabilität (18 Schizophrene, Intervall: 7-15 Monate) zeigte weitgehend zufriedenstellende Übereinstimmungsraten. Validität: Die inhaltliche Validität wird aufgrund der Konstruktion in Anlehnung an bewährte diagnostische Instrumente sowie aufgrund von Expertenratings bzgl. der Anzeichen schizophrener Erkrankungen als gesichert angenommen. Als Hinweis auf die Konstruktvalidität wird gewertet, dass die mittleren Angaben über das Erkrankungsalter zwischen verschiedenen Datenquellen relativ gut übereinstimmen (165 Patienten mit schizophrener Erstmanifestation, Bezugspersonen sowie Krankenakten). Untersuchungen zur Validität des Bezugspersonen-IRAOS erbrachten eine relativ hohe Übereinstimmung mit dem Patienten-IRAOS, was Vorhandensein und Auftretenszeitpunkt verhaltensnaher Symptome anging. Weniger valide waren Angaben der Bezugspersonen über schwer beobachtbare Krankheitszeichen (z.B. Derealisation, formale Denkstörungen). Normen: Eine Normierung erscheint nicht sinnvoll. publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-08-07
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