Religionsverbindende Feiern in der Schweiz - Religionssoziologische Analyse und liturgiewissenschaftliche Kommentierung
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Gemeinsame Feiern von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sind ein Phänomen der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart. Sie zeigen sich als komplexe Anlässe, die unterschiedliche Personen zusammenbringen und die Rituale ihrer jeweiligen religiösen Praxis verknüpfen. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, wie Christen und Christinnen religionsverbindende Feiern initiieren und gestalten. Dazu wurden konkrete Anlässe aus den Jahren 2019 und 2020 in der deutschsprachigen Schweiz untersucht. Erstmals liegt eine empirische Datenbasis vor, die Auskunft gibt über die Akteure solcher Feiern und ihre Beziehungen, über Modelle und Vorbilder, über Orte und Raumgestaltung, über Einstiegs- und Abschlusssequenzen, über die Verwendung von Texten, Liedern und Gebeten in unterschiedlichen Sprachen und zuletzt über das zugrunde liegende Verständnis, das eine Feier theologisch qualifiziert. Die Ergebnisse regen an, die kirchliche Auseinandersetzung mit religionsverbindenden Feiern zu vertiefen, bisherige Positionen zu überprüfen und neue Ideen im interreligiösen Miteinander zu entwickeln. Die Dissertation mit dem Titel: <strong>«Das Feiern vom Zusammensein? Ja, genau.» Religionssoziologische Analyse und liturgiewissenschaftliche Kommentierung religionsverbindender Feiern in der Schweiz</strong> wurde am 26.04.2023 im Rahmen des Promotionsverfahrens mit der Note 6.0 bewertet (summa cum laude). Sie erscheint als Buch im Januar 2024 in der Reihe «Kirche in Zeiten der Veränderung» im Verlag Herder. Ab Januar 2024 wird sie unter (Link folgt) öffentlich zugänglich sein. Folgende Dokumentationen zählen zum gesamten Forschungsprojekt: <strong>Anhang I: Ausschreibung, Fragebogen, Codes</strong> Hier finden sich der Ausschreibungstext für die empirische Untersuchung, der Fragebogen für die qualitativen Interviews und die Codes in der Software MAXQDA, die für die Analyse erstellt wurden. <strong>Anhang II: Gebete und Lieder interreligiöser / religionsverbindender Feiern</strong> Die Datenerhebung fand in einem Zeitraum von neun Monaten statt: Sie begann am 01.07.2019 mit sich zuspitzenden klimapolitischen Diskussionen im Hochsommer, reichte über den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag im September, die «Woche der Religionen» Anfang November und die als liturgisch intensiv besetzte Adventszeit bis zum Jahresbeginn in den Vorfrühling hinein und endete angesichts des Veranstaltungsverbots der einsetzenden Schutzmassnahmen aufgrund des Risikos von Infektionen mit COVID19 mit letzten Beispielen ohne Publikumskontakt unmittelbar vor den grossen religiösen Feiertagen Ostern, Pessach und Ramadan am 05.04.2020. In diesem Zeitraum wurden 20 Feiern in verschiedenen Kantonen der deutschsprachigen Schweiz sowie angrenzender zweisprachiger Regionen entweder besucht oder ihre Aufzeichnungen gesichtet und ausgewertet. In diesen Feiern wurden Lieder, Gebete und Texte in 29 verschiedenen Sprachen vorgetragen. Diese Lieder und Texte sind als Anhang hier einsehbar: <strong>20 Transkripte interreligiöser / religionsverbindender Feiern</strong> Teilnehmende Beobachtung: Ann-Katrin Gässlein, Karin Mykytjuk-Hitz, Sabrina Sovilla, Antonia Bilic Transkription und Prüfung: Ann-Katrin Gässlein Zu diesem Forschungsprojekt zählen weiter auch: 60 qualitative Interviews mit Akteuren aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, die bei den Feiern mitgewirkt hatten 29 Christ*innen (evang.-ref., evang.-luth., röm.-kath.-, christkath., kath.-uniert, orthodox) 5 Juden und Jüdinnen 9 Muslim*innen 4 Buddhist*innen 3 Hinduist*innen 4 Baháʼí 3 Personen mit anderer Religionszugehörigkeit 3 Personen in anderer Funktion <strong>18 Beobachtungsprotokolle, die zu den besuchten Feiern angefertigt wurden</strong> 20 weitere Dokumente zu den Ferien (Flyer, Texthefte, Websites, Medienankündigungen und -Berichte, TV-Ankündigungen und -Dokumentationen und Bildbeschreibungen) Diese Daten sind nicht öffentlich einsehbar, können aber bei der Autorin Ann-Katrin Gässlein (ann-katrin.gaesslein@unilu.ch) angefragt werden.



