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PSYNDEX Tests Review für TAKIWA - Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung

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PsychArchives2025-07-25 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/12808
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This is a PSYNDEX Tests Review of TAKIWA - Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu TAKIWA - Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: Der TAKIWA kann bei drei- bis sechsjährigen Kindern angewendet werden, um mögliche Beeinträchtigungen der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung frühzeitig zu entdecken und ggf. Fördermaßnahmen ergreifen zu können. Aufbau: Der TAKIWA besteht aus 47 Items. Für alle Aufgaben wird ein "Fühlkasten" benutzt: Das Kind hat die Hände durch eine Öffnung zu stecken, die durch einen Vorhang abgeschirmt wird. Auf diese Weise hat das Kind keine Sicht auf die Testaufgaben. Zu allen Untertests werden Übungsaufgaben durchgeführt (mit/ohne Sicht). Nach jedem Untertest wird die Kooperationsbereitschaft des Kindes vom Untersucher auf einer vierstufigen Skala (1 = sehr gut bis 4 = keine) eingeschätzt. Bei mehrmalig "schlechter" oder "keiner" Kooperation sollte die Testfortsetzung verschoben werden. Die Items sind folgenden Prüfdimensionen zugeordnet: (1) Stereognosie von Objekten, (2) Berührungslokalisation im Hand- und Unterarmbereich, (3) Zwei-Punkt-Diskrimination, (4) Stereognosie von Objektqualitäten, (5) Uni- und dihaptische Fingeridentifikation, (6) Druckempfindlichkeit, (7) Graphästhesie. Grundlagen und Konstruktion: Für die Entwicklung des Menschen ist der Tast- und Bewegungssinn als komplexe sensomotorische Sinnesmodalität von großer Bedeutung. Durch taktile Empfindungen erhält ein Kind erste sensible und motorische Informationen zur Beschaffenheit von Objekten. Störungen der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung können die Entwicklung affektiver, aber vor allem kognitiver Prozesse beeinträchtigen: So sind taktile Empfindungen und die Propriozeption im Bereich der Hände Voraussetzung für manuelle Geschicklichkeit, die ihrerseits für den Erwerb von Handschrift, Schriftbild, Schreibbeweglichkeit Bedeutung hat. Da im deutschsprachigen Raum bisher kein eigens zur Untersuchung taktil-kinästhetischer Wahrnehmung konzipiertes psychologisches Testinstrument vorliegt, sollte diese Lücke geschlossen werden. Im Manual werden alle im TAKIWA verwendeten Prüfdimensionen ausführlich theoretisch erläutert und ihre praktische Relevanz sowie ihre Entwicklung dargestellt. Eine erste Aufgabensammlung für den TAKIWAfand anhand theoretischer Überlegungen, empirischer Befunde, klinischer Erfahrungen sowie Untersuchungen mit Aufgaben der "Tübinger Luria-Christensen Neuropsychologischen Untersuchungsreihe für Kinder" (TÜKI) sowie von adaptierten Aufgabentypen aus anderen neuropsychologischen Testverfahren statt. Es wurden sieben Prüfdimensionen mit unterschiedlicher Aufgabenzahl festgelegt, die die taktil-kinästhetische Wahrnehmungsfähigkeit primär an den Händen (und Unterarmen) möglichst umfassend abbilden sollten. Die elementaren Empfindungen des Temperatur- und Schmerzsinns blieben unberücksichtigt. Anhand verschiedener Stichproben wurde der TAKIWA mehrfach revidiert. Aufgrund der Trennschärfe- und Schwierigkeitsanalysen wurden weniger geeignete Items eliminiert, neue entwickelt, Lösungskriterien präzisiert, Abbruchkriterien festgelegt etc. Die Testendform erwies sich gegenüber der Vorform als schwieriger und besser in der Lage, den Entwicklungsverlauf der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung imAlter von 36-66 Monaten abzubilden. Die Interkorrelationen der Prüfdimensionen lagen bis auf wenige Ausnahmen unter .25. Die Korrelationen der Prüfdimensionen mit dem Gesamtpunktwert lagen zwischen .39 und .77. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Reliabilität: Die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) lagen für die einzelnen Prüfdimensionen zwischen .40 und .81. Für den Gesamttest ergab sich eine interne Konsistenz von .85. Die Split-half-Reliabilität wird mit .84 angegeben. Validität: Das Verfahren besitzt inhaltlich-logische Gültigkeit. Die faktorielle Validität konnte belegt werden. Die haptische Objektexploration (operationalisiert mit Hilfe der TAKIWA-Untertests "Objektstereognosie" und "Stereognosie von Objektqualitäten") korrelierte überwiegend theorieentsprechend signifikant mit dem expressiven Objektwortschatz. Ein Extremgruppenvergleich ergab theoriekonform, dass sprachgesunde Kinder im TAKIWA einen signifikant höheren mittleren Gesamtpunktwert erreichten als sprachgestörte Kinder. Für diesen Unterschied zeigte sich vor allem der Untertest "Graphästhesie" verantwortlich. Normen: Es liegen Normen (Prozentränge, T-Werte) von 109 monolingual-deutschsprachigen normalgesunden Kindern im Alter von 3;6 bis 6 Jahren aus fünf Regelkindergärten vor. Zusätzlich wurden 17 dreieinhalb- bis sechsjährige Kinder aus anderen Zusammenhängen mit den materialfreien Prüfdimensionen untersucht, so dass der Stichprobenumfang pro Prüfdimension variiert. Die Normen liegen für drei Altersgruppen getrennt vor. publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-07-25
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