Forschungsdaten der Münchner Longitudinalstudie zur Genese individueller Kompetenzen (LOGIK): Die Entwicklung des Gedächtnisses
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https://www.psycharchives.org/jspui/handle/20.500.12034/6344
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Die Münchner "Longitudinalstudie zur Genese individueller Kompetenzen" (LOGIK) ist eine breit angelegte Untersuchung zur differentiellen Beschreibung von Entwicklungsverläufen kognitiver Kompetenzen und persönlicher Merkmale sowie zur Erklärung einiger individueller Entwicklungsunterschiede durch den Einfluß variabler Schul- und Unterrichtsbedingungen. Regelmäßig erfaßt wurden der sich verändernde Entwicklungsstand der Intelligenz, der Psychomotorik, des Denkens, des Gedächtnisses, des schulischen Wissens, der Motivation, einiger persönlicher Merkmale, der sozialen Kompetenzen und Präferenzen sowie des moralischen Urteilens und Handelns. Beginnend im Jahre 1984 erfolgten zunächst neun jährliche Erhebungswellen mit jeweils drei Messzeitpunkten. Untersucht wurden 205 Kinder ab dem Alter von vier Jahren aus 20 Kindergärten im Stadtgebiet München und im Raum Fürstenfeldbruck. In den Jahren 1997 und 1998 erfolgte mit den nunmehr 18-Jährigen eine Nachfolgeuntersuchung (Welle 10). Die bislang letzte Untersuchung (Welle 11) fand 2003 bis 2005 statt. Für diese Welle konnten noch 153 (74,6%) Probanden der Ausgangsstichprobe gewonnen werden. Die gesamte Studie erstreckt sich somit über einen Altersbereich vom Vorschulalter bis ins junge Erwachsenenalter (Schneider, 2008, Weinert, 1998). Die Entwicklung von Lern- und Gedächtniskompetenzen wurde im Alter zwischen 4 und 12 Jahren sowie mit 18 und 23 Jahren untersucht. Folgende Aspekte waren dabei von Interesse: (1) die Entwicklung der unmittelbaren Gedächtniskapazität, (2) die Entwicklung von Gedächtnisstrategien (Metagedächtnis), (3) das Lernen und Erinnern von Bildergeschichten und Erzählungen, (4) das Erinnern von erlebten Ereignissen (autobiografisches Gedächtnis). Es konnte unter anderem gezeigt werden, dass sich die Gedächtniskapazität langsam und beständig steigert, bis sich im Alter von 18 bis 23 Jahren dann keine nennenswerten Verbesserungen mehr aufdecken lassen. Bei der Entwicklung von Gedächtnisstrategien findet sich dagegen kein linearer Anstieg, vielmehr lassen sich bei Individualanalyse qualitative Sprünge aufzeigen. Interindividuelle Unterschiede in der Gedächtnisleistung bestehen schon im frühen Kindesalter und erweisen sich als relativ stabil. Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gedächtnis-Komponenten waren von Beginn der Studie an moderat und veränderten sich im Laufe der Studie nur unwesentlich (Knopf, Schneider, Sodian & Kolling, 2008, Schneider, Hasselhorn & Körkel, 2003, Sodian & Schneider, 1999).
慕尼黑个体能力发展纵向研究(LOGIK)是一项大型综合性调查,旨在差异化描述认知能力与个人特质的发展轨迹,并通过可变的学校与教学条件的影响,解释部分个体发展差异。研究定期采集的数据涵盖智力、精神运动能力、思维、记忆、学业知识、动机、部分个人特质、社会能力与偏好,以及道德判断与行为的动态发展水平。研究始于1984年,最初开展了9轮年度性数据采集,每轮包含3个测量时间点。初始样本为来自慕尼黑市区及菲尔斯滕费尔德布鲁克地区20所幼儿园的205名4岁及以上儿童。1997至1998年,针对当时已年满18岁的样本开展了追踪调查(第10轮数据采集)。截至目前的最后一次调查(第11轮)于2003至2005年开展,本轮仍成功招募到初始样本中的153名被试(占比74.6%)。整个研究的覆盖年龄范围从学前阶段直至青年早期(Schneider, 2008; Weinert, 1998)。研究针对4至12岁、以及18岁和23岁年龄段群体,考察了学习与记忆能力的发展情况。本次研究关注以下四个维度:(1) 即时记忆容量的发展;(2) 记忆策略(元记忆,metamemory)的发展;(3) 图画故事与叙事文本的学习与记忆;(4) 亲历事件的记忆(自传体记忆,autobiographical memory)。研究多项结果显示,记忆容量呈缓慢且持续的增长趋势,直至18至23岁阶段,不再出现显著的提升。而记忆策略的发展则未呈现线性增长趋势,通过个体分析可发现其存在质的飞跃。记忆表现的个体差异早在幼儿阶段便已显现,且相对稳定。不同记忆成分间的相关性自研究启动之初便处于中等水平,且在研究全程中仅发生了微小变化(Knopf, Schneider, Sodian & Kolling, 2008; Schneider, Hasselhorn & Körkel, 2003; Sodian & Schneider, 1999)。
提供机构:
RDC
创建时间:
2022-06-15



