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PSYNDEX Tests Review für HDI - Heidelberger Dissoziations-Inventar

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PsychArchives2025-07-25 更新2026-04-25 收录
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https://hdl.handle.net/20.500.12034/12874
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资源简介:
This is a PSYNDEX Tests Review of HDI - Heidelberger Dissoziations-Inventar. PSYNDEX Tests Reviews are written in German and describe and evaluate psychological and educational tests used in the German-speaking countries. PSYNDEX Tests is offered by the Leibniz Institute for Psychology as open access documentation. Das ist ein PSYNDEX Tests Review zu HDI - Heidelberger Dissoziations-Inventar. PSYNDEX Tests Reviews beschreiben und bewerten zentrale psychologische und pädagogische Testverfahren, die in den deutschsprachigen Ländern eingesetzt werden, nach einem standardisierten Raster. PSYNDEX Tests wird durch das Leibniz-Institut für Psychologie als Open Access Dokumentation angeboten. Diagnostische Zielsetzung: Mit dem Heidelberger Dissoziations-Inventar liegt ein Verfahren vor, welches die Diagnose dissoziativer Phaenomene einschliesslich des Depersonalisations- und Derealisationserlebens bei Jugendlichen und Erwachsenen ermoeglichen soll. Waehrend die Selbstfrageboegen als Screeninginstrumente dienen, fuehrt das strukturierte klinische Interview neben einer diagnoseuebergreifenden Symptomgewichtung zu einer diagnosesichernden kategorialen Zuordnung nach DSM-IV und/oder ICD-10. Aufbau: Das HDI setzt sich aus einem Selbstbeurteilungsinstrument (Skala dissoziativen Erlebens, SDE-E bzw. SDE-J) und einem strukturierten Interview zusammen. Die Skala, die das Ausmass einer dissoziativen Tendenz erfassen soll, liegt einerseits fuer Erwachsene (SDE-E, 28 Items), andererseits fuer Jugendliche (SDE-J, 30 Items) vor. Es handelt sich um Fragen ueber Erlebnisse aus dem taeglichen Leben, zu denen auf einer 11-stufigen Skala (0 = nie, 10 = immer) angegeben werden soll, in welcher Haeufigkeit diese Erlebnisse vorkommen. Das strukturierte klinische Interview dient der dimensionalen und kategorialen Erfassung dissoziativer Symptomatiken. Mit 77 Fragen (davon 72 standardmaessig) werden 10 Stoerungsbereiche erfasst: (1) Dissoziative Amnesie, (2) Dissoziative Fugue, (3) Dissoziativer Stupor, (4) Trance- und Besessenheitszustaende, (5) Dissoziative Bewegungsstoerungen, (6) Dissoziative Krampfanfaelle, (7) Dissoziative Sensibilitaets- und Empfindungsstoerungen, (8) Ganser-Syndrom, (9)Dissoziative Identitaetsstoerung (multiple Persoenlichkeit), (10) Depersonalisations-, Derealisationsstoerung. Jedes Symptom wird hinsichtlich Haeufigkeit und Dauer eingeschaetzt sowie dahingehend beurteilt, ob das Auftreten des Symptoms mit Belastungssituationen im Zusammenhang steht. Die Auswertung ermoeglicht eine Einschaetzung des Schweregrades der Erkrankung sowie die Diagnosestellung nach DSM-IV und/oder ICD-10. Grundlagen und Konstruktion: Das Modell der Dissoziation als ein bedeutsamer Pathomechanismus bei der Bewaeltigung von schwerwiegenden belastenden Lebensereignissen wurde vor allem im angloamerikanischen Raum diskutiert und fand Eingang in die Klassifikation psychischer Stoerungen nach DSM-IV und ICD-10. Dissoziation wird in Anlehnung an Putnam (1995) als komplexer psychophysiologischer Prozess angesehen, der von einem geringfuegigen physiologischen Auspraegungsgrad (z.B. Tagtraeumen oder zeitweise Entfremdungserlebnisse) bis hin zu schweren psychiatrischen Erkrankungen reicht (dissoziative Identitaetsstoerung). Die Selbstbeurteilungsinstrumente (SDE-E- und SDE-J) sind die Uebersetzungen von zwei von der Arbeitsgruppe um Putnam in den USA entwickelten Instrumenten: Dissociative Experience Scale (DES bzw. DES-II) und Adolescent Dissociative Experience Scale (A-DES). Beide Skalen wurden von den Autoren ins Deutsche uebersetzt und Zahl und Reihenfolge der Items beibehalten. Veraendert wurde lediglich die Skalierungder DES-II. Fuer das strukturierte Interview wurden die klinisch-diagnostischen Leitlinien bzw. die Forschungskriterien der ICD-10 und die diagnostischen Kriterien des DSM-IV operationalisiert und als geschlossene Fragen formuliert. Zusaetzlich wurden Fragen aufgenommen, die weitere dissoziative Erlebnisaspekte und auch leichtere Formen dissoziativer Phaenomene erfassen. Empirische Prüfung und Gütekriterien: Die Trennschaerfen liegen fuer die SDE-E zwischen .35 und .71 (422 Studenten), fuer die SDE-J zwischen .30 und .65 (634 Jugendliche). Eine Faktorenanalyse von SDE-E und SDE-J ergab, dass die Interkorrelationen der Subskalen, wie sie in der englischsprachigen Version verwendet werden, hoch sind. Reliabilitaet: Die internen Konsistenzen betrugen fuer die SDE-E .91 (422 Studenten) bzw. .92 (klinische Stichprobe Erwachsener), fuer die SDE-J .91 (634 Jugendliche) bzw. .94 (klinische Stichprobe Jugendlicher). Fuer die SDE-E wurde ausserdem eine Retestreliabilitaet von .89 ermittelt (49 Studenten nach 4 Wochen). Die Interraterreliabilitaet des strukturierten Interviews wurde an 16 Patienten erhoben (Kappa-Koeffizienten von .67-.93). Validitaet: Aufgrund der engen Anlehnung an DSM-IV und ICD-10 lassen sich Hinweise auf die inhaltliche Validitaet ableiten. Zur Ueberpruefung der diskriminanten Validitaet von SDE-E und SDE-J wurden die Scores verschiedener Diagnosegruppen psychiatrischer Patienten (103 erwachsene Patienten der Allgemeinpsychiatrie und 250 jugendliche Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie) verglichen. Patienten mit der Diagnose einer Persoenlichkeitsstoerung vom Borderline-Typ wiesen im Vergleich zu Patienten aus der Gruppe der psychotischen Stoerungen erwartungsgemaess ein signifikant hoeheres Mass an dissoziativen Erlebnissen auf (Sensitivitaet: 64.7%, Spezifitaet: 73.3%, Anteil insgesamt korrekt klassifizierter Faelle: 68.8%). Die Validitaet des Interviews wurde an zwei klinischen Stichproben untersucht (49 jugendliche Patienten und 34 erwachsene Patienten der Psychiatrie). Die bei den Interviews ermittelten Symptomscores wurden nach der Zusammenlegung beider Stichproben mit den gestelltenDiagnosen verglichen. Es zeigte sich der klinischen Erfahrung folgend eine besondere Symptomauspraegung in der Gruppe der Persoenlichkeitsstoerungen. Patienten, die im Interview die Diagnose einer dissoziativen Stoerung erhalten hatten, wiesen in SDE-E bzw. SDE-J deutlich erhoehte Skalenwerte auf. Normen: Normen (T-Werte, Prozentraenge) liegen fuer die SDE-E und die SDE-J vor. Fuer die Normierung der SDE-E wurden 422 Studenten der Universitaet Heidelberg untersucht. Die SDE-J wurde an 634 Schuelern Heidelberger Schulen normiert. Zusaetzlich werden Mittelwerte und Standardabweichungen aus klinischen Stichproben erwachsener und jugendlicher Patienten getrennt nach Diagnosekategorien aufgefuehrt. publishedVersion
提供机构:
PSYNDEX Tests
创建时间:
2025-07-25
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