Paradigmenorientierte Didaktik im Psychologieunterricht – Scheinlösung oder Königsweg? Eine kritische Auseinandersetzung auf dem Hintergrund neuerer Entwicklungen
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Beitrag aus Krämer, M. & Imhof, M. (Hrsg.). (2024). Psychologiedidaktik und Evaluation XV. Shaker Verlag Ausgehend von einer Darstellung der wissenschaftstheoretischen Kernelemente des paradigmenorientierten Ansatzes von Sämmer (1999) wird eine häufig angeführte Kritik, der Ansatz sei lediglich von historischem Interesse und spiele in einer sich als evidenzbasierte Wissenschaft verstehende Psychologie keine Rolle, aufgegriffen und mit dem Verständnis von Psychologie als einer multiparadigmatischen Wissenschaft nach Westermann (2017) und mit der synergetischen Auffassung von Paradigmen als „Ordner“ und Paradigmenwandel als „Phasenübergang“ in komplexen Systemen (Haken & Schiepek, 2010) kontrastiert. Angesprochen wird auch die Frage, ob eine strukturalistische Wissenschaftsauffassung didaktisch zielführend sein kann im Sinne des Aufbaus von Pluralitätskompetenz. Dies führt unmittelbar zur Problematik der praktischen Umsetzbarkeit einer multiperspektivischen Vermittlung psychologischer Inhalte in Anbetracht einer allgemeinen gesellschaftlichen Tendenz zur Polarisierung. Neuere Lösungsansätze bieten sowohl das Resonanzkonzept für gelingenden Unterricht (Rosa, 2020) als auch das Konzept der Psychologischen Bildung (Fraissl, 2022). Es wird aufgezeigt, dass beide Ansätze mit der paradigmenorientierten Didaktik Sämmers kompatibel sind. https://www.shaker.de/de/site/content/shop/index.asp?lang=de&ID=8&ISBN=978-3-8440-9673-6 unknown publishedVersion



